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Euro-Fighter-BlitzKanzlerin Merkel und Finanzminister Schäuble „kämpfen um die Stabilität des Euros“ – so vermeldete die Presse in den vergangenen Tagen. Diesen „Kampf“ kann man leider nicht ernst nehmen, gleicht das Engagement doch eher dem Ritt von Don Quichotte auf seiner Rosinante durch eine Landschaft voller Windmühlen.

Wer meint, kämpfen zu müssen, sollte schließlich seinen Gegner klar benennen können. Denn nur dann, wenn man diesen kennt, kann man sich ihm auch mutig entgegenwerfen und eine Gewinnchance haben. Doch Frau Merkel und Herr Schäuble können ihre Gegner nicht benennen – sie wissen lediglich genau, was sie fürchten: Eine „Anti-Europa-Partei“!

Diese Furcht macht klar, dass es ihnen, wie den meisten anderen Politikern auch, gar nicht um „die Währung“ geht, wenn sie vom Euro reden – sondern um die Sicherung von Posten, Pfründen und Privilegien für sich und die „Herren des Geldes“! Denn derjenige, der weiß, wie wichtig eine Währung ist und erkennt, dass keine einzige Volkswirtschaft der Erde mit einer Währung aufwarten kann – der macht sich um nichts anderes mehr Sorgen! Alles andere wird unwichtig. Aber was wir diesbezüglich aus dem Bundeskanzleramt zu hören bekommen ist ungefähr so, als ob wir alle schon bis zur Hüfte im Sumpf stecken und Schäuble und Merkel sich darüber Gedanken machen, ob 1877 ein Schaltjahr war oder nicht.

Der Euro ist keine Währung! Geldzeichen zu drucken reicht nicht aus, um eine Währung zu machen. Erst wenn die Währungshüter die Geldmenge vollständig und gezielt kontrollieren können, sie also jederzeit dem Warenangebot anschmiegen können, kann von einer Währung gesprochen werden. Und die einzige Maßnahme, die das ermöglicht, ist die Verzierung des Geldscheins mit einem Datum. Freigeld.

Noch liegt diese menschheitsgeschichtlich relevante Errungenschaft in der Zukunft und es werden garantiert nicht die heutigen politischen Protagonisten sein, die sich um die Lösung der Währungsfrage verdient machen werden. So wenig wir eine Währung haben, so wenig „regieren“ diese Politiker, denn sie selbst werden regiert! Und zwar von ihren Befürchtungen vor neuen politischen Gruppierungen, die sie irgendwann aus dem Amt fegen könnten. Das korrumpiert sie offensichtlich schon zum Beginn ihrer Laufbahn. Mit einer neuen Generation von Politikern wird es dann leider nicht besser, denn auch Leute, wie sie sich zum Beispiel derzeit um Olaf Henkel scharen, der in einem deutsch-nationalen Geld die Rettung erblickt, können keine Vernunft in die Währungsfrage bringen. Die Rückkehr zur DM löst kein einziges Problem.

Wenn einem Patienten heute mit der Laseroperationstechnik nicht geholfen werden kann, dann steigen seine Überlebenschancen auch nicht, wenn der Chirurg auf mittelalterliche Brandeisen zurückgreift. Werkzeuge, die wegen ihrer groben Machart in der Vergangenheit nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht haben, vermögen dies heute auch nicht. Leider scheinen alle zu glauben, dass Geld so himmlisch ist wie Manna – und nicht ein irdisches, von Menschen gemachtes Werkzeug – und daher machen sie sich auch keine Gedanken darüber, wie das Werkzeug „Geld“ eigentlich aussehen müsste. Wie es gemacht und verwaltet werden muss, damit es in einer global vernetzten Welt mit circa sieben Milliarden Menschen allen als funktionierendes Tauschmittel zur Verfügung steht…?

Auch die DM entzog sich systematisch dem Zugriff der Währungshüter, verlor innerhalb von 50 Jahren rund 80 Prozent ihrer Kaufkraft und hatte schon allein deshalb den Namen „Währung“ nie verdient. Mit der europäischen Währungsunion und dem Euro wurde aber keine Währung geschaffen – das kann man gar nicht oft genug betonen! Noch heute befinden sich Milliarden DM irgendwo unter Matratzen, in Geldkassetten und Tresoren und diese systematische „Tauschmittelverstauung außerhalb des Wirtschaftskreislaufes“ bedeutete den schleichenden Tod der Wirtschaft. Das Sterben der Wirtschaft erkennt man an steigender Verschuldung, steigenden Firmeninsolvenzen, steigenden Arbeitslosenzahlen, sinkenden Löhnen, wie Pilze aus dem Boden schießenden Suppenküchen, Wohnungsnot, wachsenden gesellschaftlichen Spannungen und immer mehr Wirtschaftskriminalität.

Wenn Wenige immer reicher werden und die Mehrzahl der Gesellschaft immer größere Schwierigkeiten hat, an Arbeit, Einkommen und Geld zu kommen, stirbt die Wirtschaft. Dieses Sterben ist weder der Gier, noch der Faulheit oder der kriminellen Neigung bestimmter Menschen geschuldet. Es liegt nicht am Klima oder sonstigen Naturgesetzten und auch nicht an den inkompetenten Politikern. Deswegen lösen sich unsere Wirtschaftsprobleme auch nicht, wenn wir so lange predigen, bis die Menschen „ungierig“ geworden sind und der CO2-Ausstoß gegen Null sinkt. Andere Politiker und andere politische Verhältnisse würden auch nichts nützen, ebenso wenig wie schärfere und härtere Gesetze helfen. Sogar die absolute „Transparenz“ wird nichts nützen, solange sie doch nur von unanständigen Machenschaften, verschworenen Seilschaften, zum Himmel stinkender Korruption und sagenhafter Dummheit zeugen kann.

All das kann man wissen, auch ohne es im Internet zu lesen. Damit sei nicht gesagt, dass Herr Assange falsch läge mit seinem „Wikileaks“. Nicht umsonst setzt die „besitzende Welt“ nun alles daran, seiner habhaft zu werden, damit die angekündigten Veröffentlichungen über eine Großbank nicht online gestellt werden. Der gesamte internationale Assange-Verfolgungsapparat könnte aber jegliches Katz- und Mausspiel einstellen, weil die Dokumente dieser Großbank nur beweisen werden, was jeder wissen kann, auch ohne es schwarz auf weiß zu sehen: Den haarsträubenden Umgang einer korrumpierten Schar „gefühlter Sieger“ mit einem Tauschmittel, das nicht funktioniert, daher „leistungslose Einkommen“ in gigantischer Höhe hervorbringt – und dadurch die Wirtschaft ruiniert.

Wie lange wollen wir was noch „aufdecken“, bis uns endlich klar wird, dass der Kaiser nackt ist und seine Gefolgschaft unbrauchbar? Es reicht nicht aus, dass wir zu dem Punkt vordringen, an dem uns klar ist, dass „Merkel und Co.“ nichts richten werden und dass sich auch Mr. Obama, genau wie seine Vorgänger, dem Kapital beugen wird. Die despotischen Gegenspieler der „demokratischen“ Welt werden nichts erreichen außer Ruin und Zerstörung – und für diese Erkenntnis sollten wir uns nicht mehr allzu lange Zeit nehmen.

Wenn wir die Despoten, die östliche und westliche Korruption, die Aufstände der ihrer Chancen beraubten Jugend, die grassierende Arbeitslosigkeit und noch so manches andere Übel endlich los werden wollen, dann müssen wir über die Wahrnehmung der Symptome, die Aufregung darüber und ihre „Bekämpfung“ endlich hinweg gelangen. Jene Volkswirtschaft, deren Bevölkerung die Sache mit der Währung versteht und gekonnt löst, wird sich als erste erholen – und zwar wirklich und „nachhaltig“, ganz ohne Statistik und Gesetze. Die anderen Volkswirtschaften werden folgen, weil alle Menschen im Grunde genommen doch sehr an ihrem Leben hängen und die Bösartigkeit und Gier des Menschen mehr in seinem Geldbeutel als in seinem Herzen zuhause ist.

Wünschen wir uns also zu Weihnachten... Geld. Und nicht nur Geld, sondern „das richtige Geld“. Freigeld. Eines, das eine Währung ermöglicht und dadurch Frieden bringt und Wohlstand. Und wünschen wir uns auch, dass unsere „Euro-Fighter“ endlich vom Blitz getroffen werden. Vom „Blitz der Erkenntnis“!

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