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Ben Bernanke ist nicht im Irrenhaus. Noch nicht. Man fragt sich, warum? Statt dessen ist er amerikanischer Notenbankchef und bekämpft jetzt als einer der wichtigsten „Währungshüter“ dieser Welt die „sinkende Inflation“ in seinem Land! Wenn das nicht Irrsinn ist, was dann?

Laut Spiegel-Online spricht Bernanke derzeit von einer „nationalen Krise“. Wir Freiheitswerker halten ihn selbst für eine „Katastrophe“, denn was kann der Welt noch Schlimmeres passieren als ein Top-Notenbanker, der gegen „sinkende Inflation“ kämpft?
Wie könnte ein Gespräch mit Ben Bernanke aussehen? Besser gesagt: Wie müsste es aussehen? Wohl nicht viel anders als mit Meier, Müller und Schulze, die sich auch noch keine Gedanken über eine Währung gemacht haben – wobei dieses „auch“ schon fast genug Grund zum Verzweifeln ist. Natürlich wäre es äußerst peinlich für Herrn Bernanke, wenn dieses Gespräch stattfinden würde, doch gleichzeitig wäre es auch großartig. Dass es nicht stattfinden wird, sorgt eher über kurz als über lang für die Vollendung der Katastrophe. Denn schließlich kann eine Währung nicht durch den „Kampf gegen die nachlassende Inflation“ hergestellt werden. Sonst ließe sich ja auch die „allgemeine Intelligenz“ steigern indem die Regierung gegen „nachlassende Verdummung“ kämpft… wobei sie dabei sicherlich durch unsere Massenmedien nur zu gerne unterstützt würde.

Die Anwesenheit von „Inflation“ spricht jedenfalls schon mal schwer für die Abwesenheit einer „Währung“. Aber eine nachlassende Inflation, sprich die Entwicklung einer Deflation, schafft keine solche! Eine Währung haben wir erst dann, wenn weder Inflation noch Deflation die Preisstabilität aus dem Gleichgewicht bringen können – ein Postulat, das für die Anhänger der „Das-haben-wir-aber-immer-schon-so-gemacht“-Fraktion offensichtlich nur schwer bis gar nicht zu kapieren ist.

Bislang hat man sich in den Notenbanken der Welt damit gebrüstet, wie prima man sich auf eine „dosierte Inflation“ versteht. Eine Inflationsrate zwischen 1,5 und 2% galt bisher als Top-Leistung unserer Top-Notenbanker und wurde demzufolge mit einer Top-Bezahlung vergütet. Dabei war und ist dies eine Luftnummer, bei der der „Steuerzahler“ angebliche „Experten“ für ihre völlige Inkompetenz in Währungsfragen bezahlt. Den Vorwurf, dies über Jahrzehnte nicht durchschaut und geduldet zu haben, muss sich die Bevölkerung schon gefallen lassen.

Bis heute hält sich bei den Menschen „in diesem, unseren Lande“, wie der „Kanzler der Einheit“ es gerne formulierte, hartnäckig die Ansicht, dass die DM eine „harte“ – sprich gute – Währung gewesen sei. Zwischen 1948 und 2002 verlor diese „Währung“ dank der „dosierten Inflation“ immerhin stolze 80 Prozent ihres Wertes! Was bitte schön könnte daran „gut“ sein? Wie soll man unter solchen Bedingungen jemals zu einer ausreichenden Altersversorgung kommen? Wie könnte man es mit solch einem Geld denn überhaupt vermeiden, sich selbst arm zu sparen?

Leider haben wir gegenwärtig in allen Volkswirtschaften der Welt Regierungen, die zwar in Währungsfragen vollkommen inkompetent sind, aber dennoch nicht aufhören wollen, uns mit ihren unsinnigen Vorschlägen, Gesetzen und Maßnahmen zu kommen. Sie kennen eben nichts anderes und, schlimmer noch, wollen auch nichts anderes kennenlernen. In Europa fordert der EU-Kommissionspräsident Barroso „mehr Steuerlast für die Bürger“, um den EU-Haushalt zu stabilisieren. Außerdem will er die europäische Währungsunion – die sich ja gerade als reine Luftnummer erweist – durch eine „wirtschaftspolitische Union“ ergänzen – und fällt dabei noch nicht einmal vom Podest. Dabei kann man wohl kaum umhin, sich unter der „wirtschaftspolitischen EU-Union“ so etwas Ähnliches wie eine „Mega-DDR“ vorzustellen… aber vielleicht wäre das ja tatsächlich eine Art „Ausweg aus der Krise“, wie er Herrn Barroso vorschwebt? Schließlich war „ja in der DDR nicht alles schlecht“, nicht wahr?

Denn wenn die letzte Bastion der Kapitalhalter – unsere Spitzenpolitiker nebst ihren Beamten – in der „europäischen Wirtschaftslenkung“ den Ausweg aus der Krise verorten, dann dürfte die „Vogel-Strauß-Politik“ sehr rasch zum „konstruktiven Ansatz“ mutieren. Obwohl eigentlich bekannt sein sollte, dass derjenige, der heute den Kopf in den Sand steckt, morgen mit den Zähnen knirscht! Doch ob Kapitalist, Nationalist, Sozialist oder Internationalist – wer ohne Währungskompetenz regieren will, muss bereit sein, alles zugleich zu sein: Pest und Cholera, Inflation und Deflation!

Was bleibt dem Bürger? Nicht viel mehr, als dem Ruin seines Geldes gelassen entgegen zu sehen und zu wissen, dass die Goldbarren, die er zu seinem Vermögensschutz schon mal gesammelt hat, ebenso wenig nützen werden wie die Dosen, die er vorsorglich im Keller gebunkert hat. Wie sagte Siddharta einst auf die Frage, was er gelernt habe: „Ich kann denken, ich kann warten, ich kann fasten!“ Heute kann oder will die Mehrheit offensichtlich nicht denken, weshalb wir derzeit warten bis wir alle gemeinsam mal wieder fasten. Die paar Dosen im Keller werden den Fortbestand der Kultur jedenfalls nicht garantieren. Im Gegenteil! Wahrscheinlich werden diese Dosen sogar der Anlass sein, dass dem ein oder anderen Zeitgenossen jegliche Kultur abhandenkommt.

Aber ob es was nützen würde, wenn man uns vom Freiheitswerk endlich mal „dranließe“? Auch wenn wir tatsächlich wissen, wie eine Währung zu machen und zu managen ist, müssten wir zunächst einmal Millionen Menschen erklären, dass die mickrigen Zinsen, die sie auf ihr sauer Erspartes bekommen, auch „Teil des Problems“ sind und genauso üble Effekte haben wie die Zinsmillionen unserer Milliardäre. Ob sie das wohl wirklich wissen wollten? Wenn sie wirklich erkennen würden, dass ein „tauschkraftstabiles Geld“ es jedem Einzelnen von ihnen ermöglichte, im Verlaufe eines Arbeitslebens so viel „Schotter, Kohle, Kies, Knete und Zaster“ auf die Seite zu bringen (auf einem Konto!!!), dass er oder sie davon bequem bis an ihr Lebensende zehren können… würde das ihre Einstellung ändern? Wir wissen es nicht.

Aber wir wissen natürlich, dass es unglaublich wichtig wäre, dass sich immer mehr Bürger mit diesem Thema beschäftigen und nicht in ihren Bemühungen nachlassen, die Lösung der Währungsfrage zu finden und zu verinnerlichen. Und wenn dann unter diesen engagierten Bürgern tatsächlich ein Millionär ist, dem klar wird, dass er nichts Besseres mit seinen Millionen machen kann als sie für die Etablierung einer Währung aufzuwenden… dann gäbe es vielleicht noch Hoffnung. Wir wüssten jedenfalls, was mit diesem Geld, so lange es noch „Tauschkraft“ hat, zu tun wäre. Wer uns bei dieser Aufgabe unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen, Kontakt mit uns aufzunehmen: mail@freiheitswerk.de

 

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