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Demokratie, Transparenz, Mitbestimmung: Das sind Forderungen, die rund um die Welt bei friedlichen wie gewalttätigen Demonstrationen von vielen Tausenden Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft gestellt werden. Das ist, was in den unterschiedlichsten Sprachen auf Transparenten und Pappschildern zu lesen ist.

Stellen wir ein paar Fragen, um herauszufinden, ob derartige Protestaktionen hilfreich sind: Sind Demonstrationen Ursache und Bedingung für Wohlstand? Oder sind die Proteste Folgen von Unrecht? Klar, sie sind letzteres. Eine Reaktion auf herrschende Zustände und nicht deren Ursache. Aber leider reicht dies nicht aus, um sie zu einer Lösung zu machen!

Eine weitere Frage: Können Forderungen und Beschwerden nicht erst dann erfolgreich sein, wenn es eine „richtige Adresse“ gibt, an die sie gerichtet werden? Genau, dem ist so. Aber gibt es diese „richtige Adresse“ im Fall der Ökonomie-Proteste? Nein und nochmals nein! Weder in der hohen Politik – und auch nicht in der „niedrigen“ –, weder in den Notenbanken, noch in den internationalen Finanzausschüssen und erst recht nicht in den Vorständen der Geschäftsbanken finden sich Personen, die man als „richtige Adresse“ bezeichnen könnte. Die Sache mit der Wirtschaft und dem Geld läuft deshalb so schlecht, weil es niemanden in verantwortlicher Position gibt, der „es richten“ könnte. Einfach deshalb, weil sich genau dort niemand auf die Währungsfrage versteht.

Das Volk blickt im Finanzdschungel erst recht nicht durch, doch deswegen zu glauben, „die da oben müssten es wissen“, ist leider zu kurz gedacht. Weil in den Parlamenten und Ausschüssen kein Sachverstand in Währungsfragen vorhanden ist, sondern nur eine Menge von Leuten, die mehr oder weniger großen „finanzpolitischen Unsinn“ reden, macht es auch keinen Sinn, vor den Parlamenten und den Sitzungssälen der Ausschüsse zu demonstrieren. Das ist gerade so, als würde man vor einem Ochsenstall für bessere Bildung demonstrieren.

Hinzu kommt noch, dass die Forderungen, die auf den Transparenten zu lesen sind, nicht den Kern der Sache treffen. (Das Bild zum Artikel hingegen schon.) Da hilft auch die verständliche Wut der Demonstranten nicht weiter. Wer soll denn schuld sein, dass es immer weiter bergab geht mit der Wirtschaft? Die Unternehmer? Die Banker? Die Politiker? Oder doch nur der menschliche Charakter mit seinen Eigenschaften wie „Gier“ oder gar „Bösartigkeit“? Wenn die Demonstranten erkennen könnten, dass es nichts nützt, die aktuellen Profiteure des Systems zu hängen oder davonzujagen, weil sofort neue Anwärter für ihre Jobs bereitstehen, dann bliebe ihnen nur noch der Kampf gegen menschliche Veranlagungen und Neigungen, um die Probleme beim Schopf zu packen. Dann wäre es konsequent, auf die Transparente „Wir fordern die Abschaffung der Gier“ zu schreiben, oder „Nieder mit der Bösartigkeit“, um das weltweite Währungsproblem zu lösen. Allerdings würde kein Mensch, der auch nur halbwegs bei Verstand ist, diese Forderungen aufstellen. Geld ist nämlich völlig leidenschaftslos und unempfänglich für menschliche Charakterzüge. Geld ist einfach Geld. Und aus dem heutigen Geld könnte eine Währung gemacht werden – und zwar recht einfach. Und eine Währung würde tatsächlich die gegenwärtigen „Währungsprobleme“ lösen… wer hätte das gedacht?

Dazu sind allerdings Sachverstand und Kompetenz in Währungsfragen erforderlich. Es muss begriffen werden, dass Geld und Währung zwei völlig verschiedene „paar Schuhe“ sind. Besser gesagt: Eine Sache, Geld, und eine Tat: Währung. Währung muss „hergestellt“ und „verwaltet“ werden und dafür braucht es ein Geld, mit dem sich diese Tat auch vollbringen lässt. Völlig ungeeignet sind Gold, Silber und sonstige dauerhafte und seltene Edelmetalle. Es gibt zu wenig von ihnen, um Wirtschaftskreisläufe für 7 Milliarden Menschen zu ermöglichen. Das Geld aus Papier oder Baumwolle ist genau richtig – es fehlt ihm lediglich ein aufgedruckter Datumsstempel! Eine simple Datumsprägung würde sofort dafür sorgen, dass Geld zu einer öffentlichen Einrichtung wird und es keinen Sinn mehr macht, es privat zu „besitzen“. Wenn Geldscheine öffentliches Gut wären, könnte man sie auch im Sinne der Gemeinschaft verwalten und dafür sorgen, dass sie im Umlauf bleiben und nicht in Tresoren oder der Spekulation verschwinden.

Man könnte dann allerdings nicht länger „Geld mit Geld machen“… doch würde das Ende dieser Unsitte dem menschlichen Verstand endlich auf die Sprünge helfen und ein Zeitalter der „ökonomischem Intelligenz“ einläuten. Denn über ein Geld, das sich gezwungenermaßen dauerhaft im Umlauf befindet –weil es andernfalls Verlust macht – hat man die Kontrolle. Man kann dann die Geldmenge steuern und sie jederzeit ihr gegenüberstehenden Warenseite anpassen. Ob das wichtig ist? Oh ja. Denn erst wenn man diese Balance herstellen kann, erhält man „stabile Preise“. Besser gesagt ein „stabiles Preisniveau“, also die komplette Abwesenheit von Inflation UND Deflation! Damit wären wir im „währungspolitischen Himmel“ und auf der Erde würde Wohlstand und Frieden einkehren.

Das ist machbar! Es zu tun, erfordert lediglich, auf den Wahnsinn von Zinsgeld, Euro-Rettung und „Zwangskapitalisierung der Banken“ – der jüngsten Idiotie vom aktuellen EU-Gipfel – zu verzichten. Die kommenden Ereignisse werden zeigen, dass es nichts bringt, vor Toren zu demonstrieren, hinter denen nur Tore sitzen! Törichte Politiker, korrumpierte Geister und habsüchtige Seelen, die keinen Plan haben, wohin die Reise der Menschheit gehen könnte.

Den Demonstranten sei gesagt, dass weder ihre berechtigte Wut über ihre Ausbeutung und ihre zunehmende Verarmung, noch ihr leidenschaftliches Engagement beim Transparente-Hochhalten und auch nicht ihr Schädel-Hinhalten bei den Knüppeleinsätzen der Polizei, uns auch nur ansatzweise in die Nähe einer Währung bringen werden. Ökonomischer Irrsinn und Inkompetenz in Währungsfragen können nicht mit Wut, Entrüstung oder Moralappellen und auch nicht mit Gerichtsurteilen und Volkszorn beseitig werden. Das ist nun mal so. Das könnte uns die Geschichte lehren. Das und nichts anderes!

Was weiterhilft? Die Bereitschaft, das eigene Wissen in Geldfragen zu erweitern und die Bereitschaft, bei diesem Lernprozess auf die bisherigen „Experten“ zu verzichten. Lesen Sie deshalb weiter im Freiheitswerk! Sie werden Erstaunliches und Wahrhaftiges finden und auch erstaunlich Wahrhaftiges. Und auch die eine oder andere sarkastische Auslassung, die uns zwar auch nicht zu einer Währung verhilft, aber dennoch den Autoren viel Vergnügen bereitete – und den Leser hoffentlich auch.

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