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(c) Rike, pixelio

Wer sich für die Wahrheit interessiert, der sollte – so ein vielfach geprüfter Rat – „der Spur des Geldes“ folgen. „Follow the money“ lautet daher die Devise auch im Falle des verfrühten Friedensnobelpreisträgers Barack Obama und der Kette der Ereignisse, die mit der aktuellen Situation in Syrien einhergehen.
 
Dass es den Vereinigten Staaten und Mr. Obama tatsächlich um die Giftgastoten geht, erscheint doch ziemlich unglaubwürdig. Schließlich sind sie bei der Wahl ihrer Vernichtungsmethoden auch nicht zimperlich, wie „Agent Orange“ in Vietnam und die Uranmunition im Irak bewiesen haben. Dass man sich im Nahen Osten vor einer Eskalation der Entwicklung in Syrien fürchtet, erscheint hingegen logisch, da hier viele Völker auf kleiner Fläche zusammenleben und man mit Giftgas nun mal nicht wirklich „gezielt“ herumhantieren kann. Ob aber amerikanische Bomben die Giftgasgefahr verringern können?
Dass Obama derart erpicht auf einen Militärschlag ist, ist ebenso so wahnsinnig wie das Gemetzel in Syrien selbst – und genauso logisch! Die Interessenlage im Nahen Osten wird allgemein als „höchst kompliziert“ bezeichnet – eine Tatsache, die dem „Krieg für Lügen“ Vorschub leistet. In der Tat gibt es in der Region verschiedene Akteure nebst ihren jeweiligen Verbündeten, die darum kämpfen, sich als „herrschender Stamm“ zu behaupten. Der Kampf wird umso erbitterter geführt als jeder beteiligten Partei klar ist, dass die Niederlage sehr wahrscheinlich den eigenen Kopf kosten wird. Insofern verteidigt jeder sein Leben.
 
Hätte Assad zu verhindern gewusst, dass die Giftgas-Hässlichkeiten auf Youtube zu sehen sind, würden die USA wohl kaum einen Waffengang planen. Doch wenn es so hässlich wird, dass sogar das europäische und us-amerikanische Wahlvolk davon bewegt werden, dann „bewegt“ dies eben auch die entsprechenden Politiker. Schließlich gibt es immer eine „nächste Wahl“, die gewonnen werden will. Vielleicht hat aber auch nur der beste Kunde der amerikanischen Rüstungsindustrie – das Haus Saud – seine Unterhändler ins Weiße Haus geschickt und unmissverständlich klar gemacht, dass Assad nun nicht mehr dazu taugt, die schiitischen Glaubensbrüder unter Kontrolle zu halten und daher von der Bildfläche und der politischen Bühne verschwinden muss.
 
Assad ist daher jetzt bereits Geschichte und kann höchstens noch hoffen, irgendwie mit dem Leben davon zu kommen. In Syrien geht es schon jetzt nicht mehr um Assad, sondern nur noch um seine Nachfolge. Entweder die Achse „USA, der Westen und Saudi-Arabien“ behaupten sich – oder die Region fällt an das Lager der „Sunniten, China und Iran“. Im zweiten Fall kann man in Saudi-Arabien bestimmt nicht mehr lange das fette Leben feiern und die Annehmlichkeiten genießen, die Milliarden Petro-Dollars selbst in einem gigantischen Sandkasten bereiten.
 
Doch ungeachtet der undurchsichtigen Gemengelage im Nahen Osten kann man sich sicher sein, dass selbst erbittertste Religionsbrüderfeindschaften nicht diesen Schlamassel anrichten könnten. Auch das Sichern von Rohstoffen, wie zum Beispiel das Öl, erklären diese Entwicklungen nicht zufriedenstellend. Schließlich könnte man Rohstoffe auch ganz friedlich auf den Weltmärkten kaufen!
 
Es bedarf weiterer Kräfte, die diesen Wahnsinn befeuern. Vater und Mutter aller Kriege ist die strukturelle Macht, die mit Geldbesitz einhergeht und die Menschen immer weiter in Arme und Reiche aufspaltet. Zugleich sorgt der Umverteilungsprozess von unten nach oben dafür, dass sich Kapital in den Händen einiger Wenigen sammelt und so das wirtschaftliche Leben abgewürgt wird. Es bleiben immer weniger sinnvolle Investitionsmöglichkeiten für die Superkapitalien und dieser „Notstand“ drückt die Zinsen nach unten. Dieser Zusammenhang wird sehr einfach und verständlich von Helmut Creutz in seinem Beitrag „Wirtschaftliche Triebkräfte von Rüstung und Krieg“ dargelegt und alle, die den Schleier und das Erklärungswirrwarr um die aktuelle Kriegssituation lüften wollen, finden DIE ANTWORT hier.
 
Rüstung ist der Bereich, der nicht von fallenden Preisen „angefressen“ wird, denn hier regeln Angebot und Nachfrage die Geschäfte eben nicht, da es ja gar keine sinnhafte Nachfrage nach diesen Gütern gibt! Welcher Mensch braucht schon Panzer, Abfangjäger und Tretminen? Selbst mit dem widerlichsten Nachbarn wird man auf andere Art und Weise fertig. Doch wenn es im internationalen Geflecht zu eskalierenden Interessenskonflikten kommt, füllen sich die Auftragsbücher in der Rüstungsindustrie. Und das zu Monopolpreisen! Die Staaten gehen in die Verteidigungsposition, rüsten Militär und paramilitärische Gruppen auf und finanziert wird das Ganze aus den Steuergeldern.
 
Jeder sollte verstehen, dass teures Kriegsgerät die Steuern nach oben treiben muss - auch wenn populistisch lieber „der Schlendrian der Griechen“ als Erklärung dafür bemüht wird. Der Boom im Bereich Rüstung sichert zu allem Übel auch noch Arbeitsplätze und erfolgreiche Rüstungsunternehmen bieten den großen Kapitalien wunderbare Anlagemöglichkeiten mit hervorragender Aussicht auf hohe Verzinsung. Gerade Saudi-Arabien wird sehr auf solch gute Anlagemöglichkeiten erpicht sein, denn hier versammeln sich derart milliardenschwere Kapitalien, dass jedem anständigen Menschen der Angstschweiß auf die Stirn tritt.
 
Was also tun? Riskieren, dass in Syrien die schiitischen Brüder nebst China und dem Iran das Rennen machen und darauf vertrauen, dass diese sich nach dem Sieg als gnädig erweisen? Oder lieber mit Schmackes draufhalten und einige weitere Teile von Damaskus, Aleppo und Homs in Schutt und Asche legen, während die Kapitalien dank Rüstungszinsen weiter anwachsen und wir anschließend mit der Kohle wieder am Häuser-, Brücken-, Straßen- und Krankenhausbau verdienen können? Wodurch zivile europäische und us-amerikanische Firmen erneut in die Hände spucken und das westliche Brutto-Sozialprodukt einmal mehr hochhalten können? So gefällt es schließlich dem Wähler, auch wenn er sich so ganz und gar nicht mit der Bombardierung von Syrien einverstanden erklären will. Doch was weiß der Bürger schon davon wie das alles zusammenhängt und dass sein Überleben und sein voller Kühlschrank im Kapitalismus immer „das Leben der Anderen“ kostet? Leichen pflastern unsere Wege…
 
Selbst dem Papst fällt da nichts Besseres ein, als die Schäfchen zum Fasten und Beten aufzurufen, um diesem Wahnsinn Einhalt zu gebieten. Damit erscheint Papst Franziskus ja irgendwie sympathisch. Doch ist er nicht ziemlich naiv? Zu unaufgeklärt und unwissend um die kriegstreibenden Mechanismen in unserem Geldwesen aufzudecken und Abhilfe zu fordern. Was nützt ein naiver oder unwissender Papst dieser Welt?
 
Frieden in der Welt ist nur mit Freigeld zu haben! Ohne Freigeld werden sich die Kriegsschauplätze ändern – doch die Vernichtungsfeldzüge und Bürgerkriege werden nicht aufhören. Der „arabische Frühling“ wird die Welt von vielen Menschen in eine Hölle verwandeln und wer glaubt, dass „Demokratisierungsprozesse“ nun mal blutig ablaufen, der überprüfe einmal seinen Verstand!
 
Warten wir nicht darauf, dass Papst Franziskus, Obama, das Hause Saud, Merkel oder andere Extremisten ihre Überzeugungen überprüfen und die Währungsfrage in ihre Überlegungen miteinbeziehen. Kümmern wir uns selbst darum! Jetzt und hier. Ansonsten muss die Menschheit weiterhin „Krieg für Lügen“ führen! Es lebe der freie Mensch! Auch in Syrien.
 
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