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Der Preis, den das Geld erzielt, ist eine höchst interessante Frage. Der Preis des Geldes gibt Antwort darauf, wieviel Ware man für sein Geld erhält, im Vergleich mit den Waren, die man für das Geld gegeben habe.

Konkret: Wieviel Schuhe kann der Bäcker mit dem Geld einkaufen, das er für 10 seiner Brote erhielt. Oder wieviel Zahnpasta, Cognac oder Tiefkühlpizza. Wieviel Stunden muss ein Dozent lehren, um sich ein Fahrrad kaufen zu können?

Fällt der Preis des Geldes, dann erhält man für dasselbe Geld weniger Ware im Vergleich zu  früher. Die Warenpreise ziehen an, man spricht von einer Hausse. In diesem Fall freuen sich die Schuldner (jene, die eine Schuld zu begleichen haben) und es fluchen die Gläubiger (jene, denen die Schuldner etwas schulden). Steigt dagegen der Preis des geldes, dann sinken die Warenpreise und man spricht von einer Baisse. In diesem Falle haben die Schuldner Trauer, und die Gläubiger freuen sich. Was der eine da gewinnt, verliert der andere.

Welchen Preis soll nun aber das Geld erzielen? Sollen die Gläubiger oder doch die Schuldner diese Frage beantworten? Wohl kaum, wenn man versteht, in welche Richtung das Interesse der jeweiligen Gruppe beim Preis des Geldes geht.

Daher ist die Antwort leicht: Das Geld soll über Ort und Zeit hinweg stets und ewig denselben Preis erzielen, den man in Waren dafür bezahlt hat, damit der Schuldner das zurückzahlt, was er selbst in Waren für das geborgte Geld erstanden hat. Keinen Cent mehr, keinen Cent weniger.

Damit beim Wirtschaften also weder der eine bevorteilt, noch der andere benachteiligt wird, Schuldner und Gläubiger dauerhaft korrekte und auch verlässliche Geschäftsbeziehungen miteinander haben können, brauchen wir ein Geld, das immer den gleichen Preis erzielt. Ein Geld das kaufkraftstabil oder - anders ausgedrückt – tauschkraftstabil bleibt. Erst ein Geld, dem es gelingt, die Relation „Ware – Geld“ dauerhaft stabil zu halten (ein stabiles allgemeines Preisniveau) bringt eine Währung hervor.

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