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Mit Angebot wird der Vorrat an "Waren"(real) und "Dienstleistungen"(optional) in einem Wirtschaftsraum bezeichnet. Auf Grund ihrer Vergänglichkeit werden alle Waren und darauf basierende Leistungsmöglichkeiten dem "Markt" angeboten. Der Warenvorrat ist somit deckungsgleich mit dem Angebot an Waren. Alle Waren bilden das Angebot.

Zusammen mit der "Nachfrage," dem Angebot an Geld für den Erwerb der Waren bestimmt es den "Preis", bzw. "das allgemeine Preisniveau" für die Waren. Die Produzenten stehen für das Angebot. Konsumenten stehen für die Nachfrage.

Im Gegensatz zur Ware wird im "Kapitalismus" nicht alles Geld dem Markt angeboten. Der Anteil des nicht angebotenen Geldes  (verschleppte bzw. verhinderte Nachfrage) an der gesamten Menge des herausgegebenen Geldes wächst im Kapitalismus stetig. Der Grund dafür besteht in der relativen Unvergänglichkeit des Geldmaterials im Gegensatz zur Vergänglichkeit der dafür getauschten Waren bis zum Moment des Tausch- bzw. Kauf-Verkaufsaktes. Diese Unterschiede in der Vergänglichkeit kommen in den Durchhaltekosten beider Kategorien (Ware und Geld) bis zum Zeitpunkt des Kaufes zum Ausdruck.

Während das Angebot von Waren deckungsgleich mit dem Warenvorrat ist, ist das Geldangebot (also die Nachfrage) nicht deckungsgleich mit dem Geldvorrat. Die unterschiedlichen "Durchhaltekosten" von Waren (bis zum "Verkauf") im allgemeinen und von Geld bis zum Kauf führen zu einer Willkürlichkeit beim Kauf auf seiten des Käufers.

Der Geldbesitzer - und von ihnen in der Hauptsache der kaufmännisch auftretende Geldbesitzer - kann das Geld, dass nach Befriedigung seiner dringenden Bedürfnisse übrig bleibt ohne Verlust vom Markt zurückhalten. Fast ohne Verluste. Im Verhältnis zur Ware jedoch nie nennenswerte Verluste.

Der Verkäufer (Produzent/Einzelhändler) kennt diese Entspanntheit nur als Käufer nicht jedoch in seiner Rolle als Verkäufer.

Ein PkW, der ein halbes Jahr nicht verkauft wird, kostet den Produzenten in dieser Zeit alles mögliche, damit dieser nach einem halben Jahr immer noch als Neuwagen durchgeht. (Miete, Versicherung, Security, Wartung, Reinigung, Marketing ...) Der Geldbesitzer hat diesen Verlust (Durchhaltekosten) nicht. Seine Bankgebühren werden von den Kreditnehmern bezahlt, seine Einnahmen steigen ohne sein Engagement (Zinsen), die Erneuerung schlabbrig gewordener Geldscheine ist kostenfrei. Mit dieser Überlegenheit tritt er vor den Händler.

Der Autohändler kalkuliert richtig. Nach einem halben Jahr hat ihn jedes nicht verkaufte Auto 1000 Geld gekostet, um den Neuwagenstatus zu erhalten. Diese Durchhaltekosten kann er nicht einfach auf den Preis schlagen. So funktioniert das nicht. Aber er kann, um diese Kosten nicht zu haben, den Preis verringern. Verkauft er es sofort, dann kann er von den 1000 Geld Durchhaltekosten soviel nachlassen, wie ihm seine festen, nicht verringerbaren Kosten gestatten. Er kann einen Verkäufer entlassen, die Versicherungsprämie herunterhandeln, den Wachschutz verkürzt antreten lassen und und und. Kosten gespart und billiger verkauft ist im Kapitalismus hoch im Kurs. Der Grund dafür liegt in den verschiedenen Durchhaltekosten von Waren und Geld,  - dem vermeintlichen Äquivalent für die Waren - bis zum Verkaufszeitpunkt.

Dieses grundlegende Ungleichgewicht zwischen unwillkürlichem Angebot und willkürlicher Nachfrage ist neben einem entsetzlichen Bodenrecht der letzte Grund für alle wirklich schrecklichen Zustände, wie sie auf unserer Erde herrschen.

Wir meinen schreckliche Zustände, nicht suboptimale.

Mit einer relativ unscheinbaren Korrektur des Geldes und des Bodenrechtes könnte unsere Erde ein wahres Paradies werden, ohne das jegliches Übel verschwinden wird.

 

 

 

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