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Nachfrage ist die Abkürzung für „nachfragendes Geld“, oder für „Kassen mit Bedarf“, oder für „bedürftiges Geld“.

Warum nicht einfach Geld?

Geld, so wie wir es kennen, ist passiv. Es ist Objekt. Doch es ist ein ganz besondere Objekt, das sich hervorragend zum Tauschen von Waren eignet: leicht, platzsparend, geruchlos, unanfällig gegen die üblichen Materialverderber wie Hitze, Feuchtigkeit, Motten, Kälte usw. und „zeitlos modern“

Warum aber ist „Nachfrage“ nicht einfach „alles Geld“? So wie das Angebot hinlänglich durch die Menge aller produzierten Waren gekennzeichnet ist?

Nachfrage ist Umsatz und Umsatz ist umgesetzte Geldmenge (nicht die Anzahl der Scheine, sondern der aufgedruckte Wert) je Zeiteinheit.
Umsatz ist nicht Geld. Wenig Geld, das sich schnell bewegt, kann viel Umsatz und damit viel Nachfrage sein. So wie viel Geld, das sich langsam bewegt, eine geringere Nachfrage und somit weniger Umsatz darstellen kann.

Nachfrage sagt wie aktiv die emittierte Geldmenge ist. Ist Geld sehr passiv – sind seine gegenwärtigen Halter besonders satt und zufrieden, oder besonders vorsichtig – dann kann eine große herausgegebene Geldmenge ziemlich wenig Nachfrage repräsentieren.

Wovon hängt es ab, ob Geld am Markt sehr aktiv ist oder eher nicht? Was ist das Problem mit der Nachfrage?

Menschen, die ohne Überschüsse an Geld leben können müssen, kennen dieses Problem nicht. Ihr Geld ist eher „hyperaktiv“. Denn Geld, das am Monatsanfang dazu benutzt wird, um den Dispokredit vom vergangenen Monat wieder auszugleichen, wird quasi schneller ausgegeben als eingenommen.

Das Problem mit der Nachfrage ist im Kern das Auseinandriften von Geld und Bedarf. Man kann es auch mit der Nichtübereinstimmung  der Nachfrage mit dem Angebot- wenn die Nachfrage geringer ist als das Angebot – beschreiben.  Egal wo man ansetzt, eine Ursache ist gleichzeitig immer auch schon wieder ein Folge der Ursache und umgekehrt.

Doch betrachten wir das Problem von der Seite, bei der die Nachfrage gegenüber dem Angebot nachlässt. Und da ist festzustellen: wenn die Nachfrage sinkt, sinken die Preise. Warum?  Genügt es nicht, bei weniger Nachfrage weniger Waren herzustellen? Sinnvoll wäre es.

Wird weniger Geld angeboten, dann bleiben die Warenbesitzer (Produzenten, Zwischen- und Einzelhändler) immer noch auf den Kosten für die Warenaufbewahrung bei rückläufigen Verkaufszahlen sitzen. Diese Kosten, diese Belastungen, machen Warenbesitzer offen für Preisangebote. Kostet ein Auto bis zum Verkauf im Durchschnitt 2.000 Euro an Lager, Versicherung, Security, Wartung, Marketing und Verkauf, so kostet es bei rückläufiger Nachfrage vielleicht das Doppelte bis zum Verkaufszeitpunkt, der in einer ungewissen Zukunft liegt. Doch Löhne müssen weiter ausgezahlt werden, Kreditgeber müssen bedient werden, Mieten und allerlei Rechnungen müssen bezahlt werden, die unabhängig von den Einnahmen bleiben. Verzögert sich bei rückläufiger Nachfrage der Verkauf, dann sinken die Einnahmen gegenüber den nicht reduzierbaren Ausgaben. Um überhaupt Einnahmen zu erzielen, werden dann die Preise gesenkt. Denn die Natur der Waren verlangt ihren zwangsläufigen Absatz.

Die Ware ist als Sache für den Hersteller nutzlos. Der Knopffabrikant kann die Menge an produzierten Knöpfen nicht selbst verbrauchen, wenn der Absatz stockt. Er wird die Knöpfe billiger anbieten, damit er die Leute bezahlen kann, die Verträge mit ihm haben. Und die Verbindlichkeiten, die er sonst noch hat. Er wird auch versuchen, an allen Ecken und Enden zu sparen. Doch dazu später.

Wenn die Nachfrage sinkt, sinken die Preise. Wenn die Preise im Allgemeinen sinken, sinken bereits am Beginn dieser Entwicklung die Einnahmen der Produzenten. Das zwingt diese, ihre Produktion auszuweiten, damit die Verbindlichkeiten bei verringerten Stückpreisen - aber größerer verkaufter Stückzahl - gezahlt werden können.
Verträge aus der Vergangenheit schreiben die Ausgaben für die Gegenwart und die Zukunft fest. Preise können schwanken, Verträge sind starr. Hat sich der Produzent 10 Millionen zu einem Zinssatz von 10 % geliehen, dann werden jährlich ohne Tilgung 1 Million an Rückzahlungen fällig. Auch wenn die Preise sinken. Er muss also bei sinkenden Preisen mehr verkaufen, wenn er keine Insolvenz riskieren will.
Alle reduzierbaren Ausgaben werden reduziert. Es wird rationalisiert, es wird entlassen, es werden Investitionen aufgeschoben. So weit es eben geht. Das ist Betriebswirtschaft. Produktion rauf und/oder Ausgaben runter.

Wir erinnern uns: Sinkende Nachfrage – also verringerte Einnahmen – drückt bzw. drücken auf den Preis. Fallende Preise zwingen zur Produktionsausweitung bei gleichzeitiger Kosteneinsparung.

Mehr produzierte Waren drücken nun ebenfalls auf den Preis. Warum?
Je stärker die Konkurrenz unter den Warenbesitzern ist, desto geringer ist der Preis der Waren. Wenn 10 Wohnungsvermieter an 9 Wohnungssuchende vermieten wollen, kann es geschehen, dass nicht viel mehr als die Betriebskosten der Wohnungen als Mieteinnahme für die Vermieter herauskommen. Bevor einer der Vermieter auf seinen Betriebskosten sitzen bleibt, geht er lieber mit der Miete herunter. So verhält es sich auch bei einem vermehrten Warenangebot. Werden bei gleichbleibendem Bedarf plötzlich mehr Waren angeboten, dann können diese nur gegen geringere Preise verkauft werden, es sei denn, die Warenbesitzer können sich absprechen. Gehören alle zehn Wohnungen einem Vermieter, dann schlägt er den Verlust der Einnahmen für die zehnte Wohnung auf den Mietpreis der anderen 9 Wohnungen um und halst sie damit seinen Mietern auf. Dort, wo aber die Monopolisierung noch nicht weit genug fortgeschritten oder gar unmöglich ist, werden in Folge von Produktionsausweitungen und Warenvermehrungen die Preise sinken.

Nochmals: Sinkende Nachfrage führt zu sinkenden Preisen. Sinkende Preise führen wegen konstanter Belastungen zu Produktionsausweitungen und zu Ausgabenreduzierungen. Produktionsausweitung selbst verstärkt den Prozess der Preissenkung. Ausgabenreduzierung verringert die Einnahmen der anderen und verstärkt ebenfalls die Preisreduzierung, denn die Ausgaben der einen sind die Einnahmen der anderen. Daher vermindern die Ausgabeneinsparungen die Einnahmen der anderen, da wie bei einer Epidemie alle auf die gleichen „Patentrezepte“ setzen und ihre Produktion steigern oder ihre Ausgaben senken. Müssen. So drücken alle auf den Preis und zwingen alle anderen dazu, es ihnen gleich zu tun.


Der bisher praktizierte Ausweg aus der sich sonst selbst verstärkenden Misiere ist die Ausweitung des Absatzgebietes. Damit wird seit Jahrzehnten versucht die Nachfrage zu steigern. Man findet jemanden, der bereit ist, sich zu verschulden, der also verspricht, mit dem glliehenen Geld die Waren zu übernehmen, und der in Aussicht stellt, nicht nur das Geld sondern auch noch die Zinsen in Zukunft zu bezahlen. Und so ist unter den herrschenden Bedingungen noch jedes Unternehmen dazu gezwungen, sein Absatzgebiet ständig zu vergrößern. Die Marktausweitung verlangt jedoch nach Investitionen von Seiten des Anbieters. Das neue Absatzgebiet zu erobern erfodert neue Marketingstrategien, die Berücksichtigung nationaler Besonderheiten, neue Infrastruktur, neues Personal. Neue Investitionen erfordern weitere Sicherheiten.
Es müssen Ausgaben gekürzt werden und es müssen Kosten für die Marktausweitung bereitgestellt werden. Zwei ziemlich hart aneinandereibende Zielsetzungen. Nebenbei schwinden bei sinkendem Preisniveau auch die Werte der Sichherheiten. Damit sinkt die Kreditwürdigkeit des Unternehmens, das gerade jetzt mehr denn je auf Kredite angewiesen ist, um "wieder aus dem Tal zu kommen".
Eine Firma ist bei sinkenden Preisen immer dem Insolvenzrisiko ausgesetzt und wird daher bei einem Verkauf nicht den gleichen hohen Preis erzielen, der bei Vollbetrieb erzielt werden kann. Bei sinkenden Preisen sinken auch die Werte der Sicherheiten und damit auch die Kreditwürdigkeit der Unternehmen. Dies verhindert die Marktausweitung oder würgt die Produktion zu Gunsten der Marktausweitung ab. Oft stehen die Unternehmen in solch einer Situation vor der Alternative „Produktion“ oder „Marketing“. Also: Entweder mehr Produkte ohne eine ausreichend große neue Zielgruppe (Kunden), oder Produktversprechen (Marketing) ohne ausreichende oder ausreichend qualifizierte Produkte.

Frage: Wie lange können Preise sinken?
Antwort: Bis die Preise ein Niveau haben, bei dem einzelne Produzenten aufgeben müssen.  Das nennen zynische Volkswirte dann „Marktbereinigung“. In Wirklichkeit gibt es kaum etwas Schmutzigeres als diesen scheinbar unaufhaltsamen Vorgang. Denn die in die Knie gegangenen Produzenten drücken nun wiederum auf die Preise. Weil sie nun viel weniger einnehmen – z.B. als „Transferleistungsempfänger“ –, können sie noch weniger ausgeben. Diese verringerten Ausgaben drücken dann weiter auf die Preise, da auch hier gilt: Die Ausgaben der Einen sind die Einnahmen der Anderen!

Eine Senkung der Gesamtnachfrage ist eine volkswirtschaftliche Katastrophe, so sehr sich auch einige über die um sich greifenden Preissenkungen freuen. Aber auch diese Menschen kaufen unter „Preissenkungsbedingungen“ nur das Nötigste ein, denn später ist voraussichtlich alles noch günstiger zu haben. Eine „allgemeine Preissenkung“ kann in Wirklichkeit niemand tatsächlich wollen. Selbst jene, die über viel Geld verfügen und deren Geld gegenüber den aktuell auf dem Markt befindlichen Waren im Tauschwert steigt, sind nur vorübergehend an Preissenkungen interessiert. Denn ihre Firmenanteile sinken im Wert. Ihre Wertpapiere verlieren und ihren Ersparnissen steht in der Zukunft, für welche die Ersparnisse nun mal gedacht sind, weniger Waren gegenüber.

Zudem trägt ein allgemeiner Nachfragerückgang den Keim einer galoppierenden Geldentwertung in sich. Das „wissen“ auch die Reichen. Vorübergehende Vorteile können deshalb nicht dauerhaft genossen werden.

Bei rückläufigen Preisen, die sich selbst in ihrer Reduzierung verstärken, ist rein rechnerisch kein Handel möglich. Wer ordert heute Waren zum Preis von 100.000 Euro und steckt noch mal 50.000 Euro an Aufwand (Mieten, Löhne, Logistik) hinein, wenn er diese Waren, die eben noch 170.000 Euro bringen sollten, eine Woche später für 140.000 Euro verkaufen muss? Deshalb führt eine rückläufige Nachfrage geradewegs in die Katastrophe. Sie muss auf jeden Fall verhindert werden! Sinkende Preise sind die Pest für die Wirtschaft. Wirtschaft stirbt bei sinkenden Preisen auf breiter Front. Mit der Wirtschaft gehen leider auch die Produzenten - also wir - immer schneller den Bach runter. Verzichten wir zunächst darauf, uns das auszumalen.

Ein Verlust an Nachfrage ist also eine sehr gefährliche Sache. Auch wenn sinkende Preise hin und wieder als wohltuend empfunden werden. Durchschnittlich sinkende Preise  - im Gegensatz zu Preisverschiebungen von einem Segment zu einem anderen - sind wie Morphium. Sie vernebeln uns die Sinne.

Unser antriebsloses Geld ist eine der letzten Ursachen dafür, dass die Nachfrage ständig dazu tendiert, zu sinken und ihre Abwärtsbewegung sich dabei immer verstärkt.

Nachfragesteigerungen sind von begrenzter Dauer und verhindern nicht. dass sich Geldvermögen in immer wenigeren Händen konzentriert. So landet das Geld stets und ständig am liebsten bei denen mit einem gesättigten Bedarf und macht sich mehr und mehr rar bei den Produzenten, die es für ihre Produktion und Reproduktion am dringendsten brauchen.

Die Ursache? Der ungleiche Marktantrieb von Waren im Allgemeinen und Geld im Allgemeinen. Waren und Geld befinden sich nicht im Gleichgewicht.

Waren haben es immer eilig. Geld nicht. Nicht immer. Damit Geld kontinuierlich durch die Wirtschaft pulsiert, können kaufmännisch agierende Geldbesitzer dieses Vorteils wegen, die Produzenten unter Druck setzen.

Geld nur gegen Mehrgeldversprechen. Keine Produktion gegen kein Geld ist keine Alternative.

Entwickelte Arbeitsteilung ohne Geld ist unvorstellbar. Ebenso ist entwickelte Arbeitsteilung auch ohne Kredite unvorstellbar. 90% aller Produzenten brauchen permanent Kredite, um produzieren zu können.

Kreditzinsen produzieren den Zwang zur Nachfragesteigerung. Alle Produzenten bzw. die deutliche Mehrheit von ihnen müssen einen Teil ihrere Einnahmen für den Schuldendienst (das Mehrgeldversprechen) verwenden. Dieser Teil wird im Preis "untergebracht". Machen alle. Müssen alle machen. Die über die Preise der verkauften Waren erzielten Einnahmen stehen nun nicht mehr in vollem Umfang für neue Anschaffungen, Bedürfnisbefriedigung zur Verfügung. Ein Teil wird "abgeführt" an den Gläubiger, der das Geld sowieso schon übrig hatte, sonst hätte er es nicht verleihen können. Und der es nicht nur nicht nötig hat es auszugeben, sondern, der einen trifftigen dafür Grund hat, die Mehreinnahmen erneut auszuleihen. Gegen noch größere Mehreinnahmen.

Vermögensverdoppelung ist eine schöne Sache. Eine Zeit lang. Bis man von Habenichtsen umstellt ist.

Die um die Kreditzinsen verringerten Einnahmen stellen die tatsächlich verringerte Nachfrage dar. Bzw. wegen der genannten toxischen Folgen einer Nachfragesenkung, stellen diese um den Schuldenzinsendienst verringerten Einnahmen die zu ersetzende Nachfrage dar. Alle müssen mehr einnehmen, als sie sich als Produzenten gegenseitig wieder zufließen lassen (könnten). Das ausgegebene Geld könnte sich ewig im Kreislauf befinden, wenn es von den bedürftigen Produzenten in vollem Umfange wieder ausgegeben werden könnte (Nachfrageerhaltung)

Da nicht alle Produzenten mehr einnehmen können, als sie wieder ausgeben dürfen - das geht rein mathematisch nicht, auch wenn alle ausgezeichnete Qualität dabei liefern könnten - müssen einzelne Produzenten aufgeben und sich erneut verschulden, oder den Staat - also die anderen - um Hilfe bitten. Die anderen helfen und subventionieren nun die "Verlierer". Damit sinkt jedoch die Nachfrage weiter. Steuern verringern die Einnahmen der übriggebliebenen Produzenten. Oder der Staat verschuldet sich weiter. Also wir. Die Staatsschulden von heute sind die Steuererhöhungen von morgen. Die Nachfrage ist und bleibt von allen Seiten her in Gefahr zu sinken. Mit alle den oben geschilderten dramatischen Folgen, die sich laufend gegenseitig verstärken.

Doch wie die Nachfrage steigern, wenn nicht dadurch, dass die Einnahmen vergrößert werden? Und wie die Einnahmen vergrößern, wenn dabei nicht die Produktion ausgeweitet oder die Ausgaben gesenkt werden? Produktionsausweitung und Ausgabensenkungen (die Ausgaben der einen allein, sind die Einnahmen der anderen) führen unter gegenwärtigen Bedinungen nicht in die richtige Richtung.

Geld drucken? Richtig. Falschgeld in den richtigen Händen führt zu einer Nachfragesteigerung. Zumindest kurzfristig.
Betrachten wir diese Aktivität der Notenbanken.

Steigt die Geldmenge - die mit dem Bedarf verbunden ist, also bei den Produzenten, dann steigen die Preise, erhöht sich die Nachfrage (Kaufaktivität). Das Sparen verliert zunächst an Attraktivität und gesparte Gelder werden „flüssig gemacht“ und erscheinen als weitere Nachfrage auf dem Markt. Dadurch steigen die Preise weiter. Steigende Preise motivieren und animieren den Verbraucher zum Kaufen, nicht zum Sparen. Ist also "genug" Geld auf dem Markt, dann kommt noch weiteres hinzu.
Wer bei steigenden Preisen den Kauf verzögert (spart), zahlt in der Zukunft mehr für die gleiche Menge an Waren. Käufe werden daher vorgezogen und es werden kaum Ersparnisse gebildet. Die Produktion wird wegen der steigenden Einnahmen ausgeweitet.

Bei sinkenden Preisen wird, wie wir gesehen haben, die Ausweitung der Produktion eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit. Bei steigenden Preisen erhöhen sich jedoch die  Gewinnaussichten der Unternehmen im Falle einer Produktionsausweitung. Im ersten Fall winkt Strafe (sinkende Einnahmen, Bankrott), im zweiten Fall winkt Belohnung (höhere Gewinne, Sicherheiten). In jedem der beiden Fälle gebietet die betriebswirtschaftliche Vernunft eine Produktionssteigerung. Also auf längere Sicht wieder eine Preissenkung. Die Nachfragesteigerung regelt sich wegen der erhöhten Gewinnaussichten und der damit betriebswirtschaftlich "empfohlenen" Produktionsausweitung - und das über das Maß der Bedürfnisse hinaus - wieder herunter. Die allgemeine Preissenkung wartet bereits.

Damit wären wir wieder am Beginn.

Die einzig mögliche volkswirtschaftliche Ursache für eine Nachfragesteigerung ist die Ausweitung der Geldmenge durch die Notenbanken.

Solange der Markt noch ausgeweitet werden kann, funktioniert diese Praxis mehr schlecht als recht.

Sobald jedoch alle Güter wenigstens einmal verpfändet wurden, um den Geldfluss zu gewährleisten, geht es schlimm bergab. Ohne Sicherheiten keine Kredite. Ohne neue Sicherheiten keine neuen Kredite. Bei fehlender Schuldenaufnahmefähigkeit weniger Einnahmen, weniger Produktion, keine neuen Sicherheiten. Keine neuen Sicherheiten wegen rückläufiger Produktion, schwindender Wert der bestehenden Sicherheiten.

Da das ausgegebene Mehrgeld (Falschgeld, da nicht durch die Warenausweitung im gleichen Maße gedeckt) wieder bei den Geldbesitzern landet und nicht mit dem dringenden Bedarf verbunden ist, muss immer mehr von diesem Geld herausgegeben werden. Bis die Verschuldung das Maß erreicht hat, dass es augenblicklich gerade erreicht hat.

Die Verschuldungsfähigkeit begrenzt das Spiel Nachfragesenkung - Geldmengenausweitung - Nachfragesteigerung auf Kosten der Produzenten (Kreditnehmer). Fallen die Kreditnehmer reihenweise aus, weil in der letzten Runde nicht mehr genug Schuldner "aufgetrieben" werden konnten, die geborgtes Geld ausgeben wollen, dann nimmt das Unheil seinen Lauf.

Dann helfen keine Geldspritzen mehr. Dieses Phänomen erleben wir gerade.

Die Nachfrage "springt" nicht mehr an.

Die allgemeine Preissenkung verstärkt sich bis zum Exodus.

Es ist wenigstens 5 vor 12. Aufwachen!

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