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Die Umlaufsicherung stellt sicher, dass alles Geld im Umlauf bleibt. Daher der Name. Für den steten und rückhaltlosen Umlauf des Geldes muss mit einer gesonderten Gestaltung der Geldscheine gesorgt werden. Das heutige – nicht mit einer speziellen Umlaufsicherung ausgestattete - Bargeld kann aufgrund seiner materiellen Vorzüge (haltbar, leicht aufzubewahren, leicht zu bewegen) dem Kreislauf vorenthalten werden. Geld, das zurückgehalten wird, erleidet keinen Verlust. Im Gegensatz zu den Waren. Die systemische Bevorrechtung von Geld beim Tausch führt zum Zins und so muss Geld Zinsen abwerfen, damit es sich zur Verfügung stellt. Ohne entsprechende Verzinsung wird Geld systemlogisch zurückgehalten. Der Geldkreislauf kann nicht geschlossen bleiben, beständig drohen die Währungskrisen Inflation und Deflation, ohne dass ihnen wirksam begegnet werden kann.
Die Umlaufsicherung sorgt nun dafür, dass der materiellen Beständigkeit des Geldscheines aktiv mit einem Kunstkniff begegnet wird. Der Geldschein muss mit einem Datum versehen werden, an dem sich sein Nominalwert verringert, wenn er nicht eingesetzt wird. Da über lange Zeiträume hinweg verlässlich beobachtet wurde, dass alle Waren im Schnitt pro Jahr 5% an Wert verlieren muss der Geldschein mit Ablauf eines Jahres auch 5% verlieren. Der Geldbesitzer ist nun voll umfänglich verantwortlich für seinen Geldbestand. Entzieht er ihn dem Kreislauf, so verliert er mit jedem Jahr 5% an Nominalwert (gleichbedeutend mit 5% Kaufkraftverlust weil das allgemeine Preisniveau durch Einführung der Umlaufsicherung stabil gehalten werden kann) und ist nach 20 Jahren nichts mehr wert.
Systemisch gibt es dann keine Möglichkeit mehr, Geld zum Schaden und Nachteil der anderen Wirtschaftsteilnehmer zurückzuhalten. Denn wer überschüssiges Geld hat und keine momentane Verwendung, gibt die Überschüsse weiter an die Bank. Dort werden die Spargelder als Darlehen an andere Wirtschaftsteilnehmer ausgereicht und damit bleibt das Geld im Kreislauf.

Im Zusammenhang mit der Umlaufsicherung sprechen manche Geldreformer von der Umlaufgebühr. Damit sind die 5% Verlust an Nominalwert gemeint. Statt den Verlust von 5% zu tragen, wäre auch die Entrichtung einer Gebühr von 5% des Nominalwertes des Scheines denkbar, um den Nominalwert zu erhalten. Daher die Bezeichnung Umlaufgebühr.

Weiter zum Thema Umlaufsicherung unter den Ausführungen "Die Auswirkungen der Umlaufsicherung".

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