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Eine Umlaufsicherung auf Geld - nicht auf Ansprüche auf Geld - bewirkt, dass alle Ersparnisse, ohne Bedingungen zu stellen, auf dem Kapitalmarkt angeboten werden.
Es wird keine inaktiven Geldmengen, oder sich zierende Geldmengen geben. Es wird damit gekauft oder es wird verliehen. Auf kurzfristige Sicht oder täglich fällige Sicht gehaltenes Geld, werden die Banken ausreichend Kontoführungsgebühren erheben, damit nicht sie den Verlust der Umlaufsicherungsgebühr tragen müssen. Überschüsse werden nach Möglichkeit langfristig verliehen. Das bedeutet, dass ein anderer die Aufgabe übernimmt, das Geld wieder in den Kreislauf zu bringen. Der Wirtschafts-kreislauf bleibt geschlossen.
Die Wirkungen, die dieses steigende Kapitalangebot die Wirtschaft hat, sind komplex. Die Umlaufsicherung bietet die Möglichkeit, die Geldmenge zielsicher zu verringern. Die Verringerung der Geldmenge ist besonders in Phasen wirtschaftlichen Aufschwunges hin und  wieder ratsam. Schnell kann eine kleine Preissteigerung zu einer großen Preissteigerung werden, wenn die Geldmengen beginnen, quasi um die Wette zu zirkulieren.
Geldmenge multipliziert mit ihrer Umlaufsgeschwindigkeit dividiert durch den Warenwert aller Waren und Leistungen ergibt das allgemeine Preisniveau.
Die bisherige Praxis der Geldmengenverringerung in Inflationsphasen gleicht einer Bremse, die mehrere hundert Meter nach dem Betätigen der Bremse greift. Die von der Notenbank einzuziehenden Noten sollen über Verkäufe von Wertpapieren (Schuldscheinen) und anderem hereinkommen.
Der Verkauf von Staatsanleihen, von Gold oder Devisen,  ist jedoch ein freiwilliger Akt. Steigende Preise behindern diese Absicht eher als sie dahin drängen. Steigen die Preise, dann verringert sich der Wert von langfristigen Wertanlagen. Es wird eher uninteressant, diese Produkte zu erwerben, während man beobachtet, dass die Preise steigen. Gelingt es doch, dass Geld auf diese Weise aus dem Verkehr gezogen werden kann, dann sind die Preise bereits gestiegen. Zum Bedauern der Sparer, denn die bekommen nun weniger Waren für ihre Ersparnisse, wenn sie davon Gebrauch machen wollen.
Die Möglichkeit der Geldmengensteuerung mit Hilfe der Umlaufsicherung erzeugt Preisstabilität. Dies betrifft den gesellschaftlichen Durchschnittspreis. Einzelpreisbe-wegungen bleiben davon unberührt.
 
Steigende Unternehmergewinne und sinkende Monopolpreise
Eine erst steigende und sich später auf einem höheren Niveau einpendelnde Umlaufgeschwindigkeit des Geldes bringt folgende Wirkungen hervor:
Gewinne bzw. Ersparnisse, die bisher nicht den Weg zur Bank gefunden haben, versuchen nun der Umlaufgebühr - die eher eine Gebühr auf Stillstand von Geldmitteln darstellt - dadurch zu entgehen, indem sie ausgeliehen werden.
Das Kapitalangebot steigt. Ein steigendes Kapitalangebot drückt auf den Zins. Die immensen Kreditkosten der Unternehmen, die sich aus der Verschuldung und Neuverschuldung ergeben haben werden übersichtliche Größenordnungen annehmen.
Kapital ist leicht zu bekommen und bisherige Schulden, können mit "billigerem" neuen Kapital umgeschuldet werden. Die Tilgung ist wegen des verbesserten Absatzes aller Waren nun leichter als vorher.
Der Anteil der Kapitalkosten an den Produktionskosten kann nunmehr verringert werden.
Das drückt entgegen der landläufigen Annahmen nicht auf die Preise.
Bleiben die Preise konstant, das heißt, sinken die Preise nicht, was wegen der stets erweiterbaren Geldmenge kein Problem darstellt, sinken darüber die Kosten  der bisher hoch verschuldeten Unternehmen und es bleiben höhere Gewinne übrig.
Wenn Unternehmergewinne durch den Wegfall von Fremdkapitalzinsen steigen, werden jene, die mit Eigenkapital erzielt werden, deswegen nicht wachsen. Was geschieht mit Unternehmen, die bisher mit schuldenfreiem Eigenkapital gewirtschaftet haben, was  im wesentlichen ein Vorrecht von Monopolen ist, bzw. das Ergebnis ihrer Monopolstellung selbst ist? Bzw. war. 
Wenn von Unternehmen mit schuldenfreiem Sachkapital weder Tilgung noch Zins als Kosten anfallen und deswegen auch nicht auf die Preise abgewälzt werden müssen, können die Preise gegenüber jenen gedrückt werden, die diese Kapitalkosten auf die Preise abzuwälzen versuchen.
Daraus folgt: Entweder die Gewinne der ärmeren Konkurrenz sind niedriger oder die Gewinne der reicheren sind höher.
Dieser Vorsprung schmilzt um den Betrag der Zinsen, dessen Höhe sich nun mit steigendem Kapitalangebot verringert.
Sind für 10 geliehen Millionen unter gegenwärtigen Bedingungen monatlich 700.000 Zinsen fällig (bei 7% Znsen), die auf z.B. 100.000 Stück Produktion "umgelegt" sein wollen, - also 7 Euro Preisaufschlag je Produkt verlangen - so verringert sich im Beispiel mit jedem Prozentpunkt der Aufschlag um einen Euo je Stück.
Sinkt der Zins auf 3 % so wäre das Produkt entweder um 4 Euro billiger als vorher oder der verbliebene Erlös wäre um diesen Betrag höher.
Außerdem ist es meist so, dass kleinere Firmen ohne schuldenfreies Sachkapital die Monopole - die auf Bergen von Kapital "hausen" bzw. hausten -, selten oder nicht direkt im Wettbewerb attackieren, sonst wären sie vorher nicht lebensfähig gewesen.
Die hohe Liquidität von Monopolen (Milliarden sind keine Seltenheit) wird nun nicht mehr wie bisher, den großen Vorteil gegenüber anderen Unternehmen darstellen. Unternehmen können sich nun leicht mit Kapital versorgen. Sie können nun leichter investieren und produzieren.
"Ärmere" Unternehmen waren notwendigerweise erfinderischer, um sich gegen die Monopolkonkurrenz behaupten zu können.
Die höheren Kosten gegenüber den Monopolisten konnten nur über den Weg der höheren Effizienz ausgeglichen werden.
Im anderen Fall, wären die Gewinne nicht auf einem Existenz sichernden Niveau angelangt. Sie wären im Preiskampf bankrott gegangen. Die hohen Monopolpreise können nicht gehalten werden, weil Unternehmer es sich plötzlich leisten können - dank besserer Kapitalversorgung - am Wettbewerb teilzunehmen. Höherer Wettbewerb führt zu niedrigeren Preisen.
Der zunehmende Wettbewerb im „ehemaligen“ Monopolsektor wird die Preise für die Monopolgüter allmählich aber stetig in Richtung auf die Produktionskosten drücken. Das wird keinen allgemeinen Preisrückgang zur Folge haben.  Was die Monopole verlieren, werden andere gewinnen. Sei es in der eigenen Branche oder aus anderen Branchen. Der gesamte Warenkorbpreis bleibt konstant. Mit den immer noch reichlich erzielten Gewinnen können keine schmutzigen Spielchen veranstaltet werden.
Sie haben keine Zeit zu warten, um im "richtigen" Moment als Schmiergeld eingesetzt zu werden. Wer weiß wann "unser" Mann an die richtige Stelle gelangt. Solange will keiner mehr warten.
 
Produktionsausweitungen und mehr Arbeit
Steigende Unternehmergewinne werden im Freigeldland ohne Verzögerung in die Ausweitung von Produktion umgesetzt. In die Schaffung von Arbeitsplätzen. Zudem inspirieren sie die Besten unter den Arbeitnehmern, es den Unternehmern gleich zu tun. „Unternehmungsplätze“ werden geschaffen. Diese Ausweitungen – Nachfrage nach Arbeitskräften - werden in der Konsequenz die Arbeitslöhne stark anheben. Die Unternehmergewinne werden sich über den höchsten Löhnen einpegeln, da in ihnen die Risiken für die Unternehmensführung enthalten sind. Die Unternehmerlöhne sind untrennbarer Bestandteil der Unternehmergewinne und damit ausschließlich Leistungseinkommen. Die Löhne werden noch weiter erhöht, wenn die Abgaben – im Moment besser unter dem Begriff Steuern bekannt – an den Staat sinken.
 
Drastische Verringerung der Rüstungsausgaben
Die drastische Verringerung der Rüstungsausgaben und Ausgaben für das Militär sind nun staatlicherseits kein Wunschtraum mehr. Die Funktion des Staates, Unruhen und Wirtschaftskrisen über die Rüstung zu dämpfen und zu „verhindern“ erlischt. Rüstung entspringt dem Anlagedruck überschüssiger Kapitalien, die ohne Rüstung (Kapitalvernichtung, Kapitaleinfrierung mit moralischem Anstrich)  auf den Zins gedrückt hätten. Der Staat, als Zinsniveauregulierer mit Hilfe von Rüstung und Kriegsbeteiligung hat ausgedient. Diese aus Steuergeldern stammenden Subventionen der Rüstungsindustrie, ohne die sich die Rüstung nicht selbst finanzieren könnte, fallen weg und entlasten die Wirtschaft – die Friedensproduktion. Bisher in der Rüstung beschäftigte Arbeitnehmer „rüsten“ um auf Friedensproduktion, oder werden vom traditionellen Markt „absorbiert“, dessen Nachfrage nach Arbeitskräften ungesättigt ist.

Konstante Geldmenge und konstante Preise im Durchschnitt
Die Preise der Rüstungsgüter, spielen für den Warenkorb bzw. Preisindex – Geldmengensteuerung keine Rolle. Die nicht mehr zu zahlenden Steuern verbleiben den Produzenten in der „übrigen“ Wirtschaft. Wirken diese durch eingesparte Steuern verfügbaren Mittel (höhere Löhne) nun Preis treibend? Nein. Die Geldmenge würde in dem Maße reduziert, in dem sich die Nachfrage kraft höherer Löhne durch eingesparte Steuern nicht steigern ließe. Werden die höheren Löhne in ihrem Steigen gleichmäßig auf die Ausweitung von Produktion wirken, bleibt die Geldmenge konstant, da auch die Preise im Durchschnitt konstant bleiben. Mehr Geld für entweder mehr Produkte oder für höherwertige Produkte. Höhere Löhne werden sich auf die Ausweitung in die Breite (Quantität) und die Tiefe (Qualität) auswirken. Überschüssiges Geld drängt ohne Marketing natürlicherweise in die Herstellung höherwertiger, qualitativ besserer Produkte. Dieser Drang wird sich segensreich auf die Ressourcennutzung, also auf unsere Lebensgrundlagen auswirken.

Die Arbeitsertragssteigerungen der Arbeitnehmer sind somit kurz umrissen. Steigende Nachfrage nach Arbeitskräften, sinkende Steuern und Abgaben. Die steigende Nachfrage nach Arbeitskräften resultiert aus der Verringerung der Kapitalkosten auf Fremdkapital und der damit einhergehenden Steigerung der Unternehmergewinne die nun auf die Produktionsausweitung drücken . Und sie resultiert aus einer Verschiebung der Gewinne aus dem Monopolsektor in den freien Sektor der Wirtschaft, welche ebenfalls zur Ausweitung freier Produktion führen wird. Steigender Wettbwerb wird die Preise in Richtung Produktionskosten  sinken lassen. Der gesellschaftliche Reichtum wird kraft dieser Umstände in Richtung der Produzenten verteilt. Sinkende Steuern durch Wegfall des Zwanges zu Rüstung und Kriegsbeteiligung, durch Sinken der Beiträge zur Versicherung gegen die Arbeitslosigkeit.





 


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