Monopole

von Jens Kasten

Juni 7, 2020


Um Probleme lösbar zu machen, muss man ursächlich forschen. Erst wenn die Verwerfungen auf ihre tatsächliche Ursache zurückgeführt sind, ist Platz für funktionierende Lösungen geschaffen. Lösungen, die nicht weitere Verwerfungen nach sich ziehen. Erst wenn man das Übel von der Wurzel her behandelt, kann man es als gelöst betrachten; kann man sich sicher sein, dass man von weiteren Plagen, die einst dieser Quelle entsprangen, verschont bleibt. 

Das ist das was Profis tun. Laien plagen sich mit den Erscheinungen und dem angestrengten Herumdoktoren an den Symptomen herum. Das Herumdoktoren – weil es nicht funktioniert und nicht die erhofften Ergebnisse erzielen kann – wird mit der Zeit immer „gewalttätiger“, die scheinbaren Lösungen immer brachialer. Gewalt wird nicht helfen. Mehr Gewalt noch weniger. Gehen wir den Ursachen also auf den Grund und betrachten zunächst…


Die Überlegenheit des Geldes 

Was ist das heutige Geld? Euro, Rubel, Dollar… Es ist Tauschmittel, doch nicht nur. Es ist der Joker in  der Wirtschaft. Es ist jeder Ware bezüglich Haltbarkeit überlegen. Jede Ware verdirbt, verrottet, bricht, wird unmodern, Ratten, Mäuse, Wasser… All das kostet Geld. Ware kostet Geld, um sie zu erhalten. Ab dem Acker, ab der Fabrikhalle bis zum Regal kostet die Ware Geld, damit sie verkaufstauglich bleibt. Sie kostet bis zu dem Moment, an dem der Kunde zugreift, Geld auf den Tisch packt und sein erworbenes Gut mit sich nimmt. Erst ab dem Moment nimmt der Druck beim Produzenten, beim Händler ab. Doch nicht wirklich, denn die nächste Warenladung drückt schon wieder herein.

Probleme mit dem Verschimmeln oder Schlechtwerden kennt das Geld nicht.
Damit hat der Geldbesitzer diese Probleme nicht. Der Produzent aber wohl.


Wir verlassen an dieser Stelle die Vorgänge beim Einzelhändler und Endkunden. Nun reden wir von solchen Leuten, die Geld genug gesammelt haben (etwa Banken, Spekulanten oder geborene Milliardäre) um gleich 10 Schiffsladungen Weizen aufzukaufen. Das Geld, das sich bei diesen Knotenpunkten sammelt, ist überschüssiges Geld. Geld, das erstmal keiner brauchte, um die notwendigen und gewünschten Dinge zu kaufen. Überschüssiges Geld wird erstmal nicht gebraucht. Der Kleinsparer und auch der größere Sparer bringen ihre Überschüsse zur Bank und wollen dafür Zinsen oder Rendite.

Nun werden wir zwei Aspekte beleuchten: zum einen wird klar, dass der Geldbesitzer/oder dessen Verwalter gegenüber dem Weizenproduzenten eindeutig im Vorteil ist. Er weiß, dass der Weizen Lagerung kostet, jeden Tag weniger wird und in einem Jahr gar nicht mehr verkäuflich ist. Weil die Reste, die die Mäuse gelassen haben, total verschimmelt sind. Der Produzent weiß das auch. Im Laufe der Jahrtausende konnte die verlässliche Beobachtung gemacht werden, dass alle Waren im Durchschnitt genommen etwa 5% per anno an Wert einbüßen. Vom Butterbrot bis zum Grabstein. Im Durchschnitt p.a. fünf Prozent Verlust. Entweder der Verfall ist gar nicht aufzuhalten (Tageszeitung) oder ihn hinauszuzögern kostet Geld: Kühlung, Sicherung, Silos…

Die Entstehung des Zinses

Weil alle wissen, was alle wissen, läuft das Geschäft dann so, dass der Geldbesitzer mit seinem haltbaren Geld – das jederzeit ohne Not woanders einkaufen gehen kann – diese 5% nicht übernimmt. Die bleiben alleine dem Warenbesitzer anheften. Er hat also von Anfang an den Nachteil, der Geldbesitzer strukturell den Vorteil. Immer. Damit sind wir beim Zins und seiner Entstehung angekommen. Die Überlegenheit des Geldes über die Ware ist die Quelle des Zinses.

Der Zins ist eine Exponentialfunktion. Alle 60 bis 80 Jahre ist die Volkswirtschaft dann so weit, dass sie von den Zinsen aufgefressen wird. Keine Gier der Banker oder Manager könnte das anrichten was der Zins anrichtet. Und den trachten doch wohl alle zu erlangen. Müssen es zumindest versuchen. Selbst der braveste Sohn der Kirche.

Geld in der Geschichte

Den zweiten Aspekt, den es zu beleuchten gilt, ist die geniale Seite des Geldes. Als unser Geld noch Rindvieh war, war das Leben mühsam. Besser wurde es dann mit dem Tauschmittel Fell. Wartungsärmer, kostengünstiger, teilbar. Dann gingen wir zu Salz und zu Tee über. War noch leichter, noch weniger Aufwand, super teilbar, doch es landete auch schon mal in der Suppe oder wurde vom Opa geschlürft. Sparen mit dem damaligen Geld machte so gut wie keinen Sinn. Und endlich kam der Mensch auf Eisen, Kupfer, später Gold und Silber. Damit war ein riesiges Problem für die Menschheit gelöst: nämlich die potenzierte Ansparung von Überschüssen. Erst haltbare Überschüsse machen große Investitionen möglich. Diese wurden mit dem Metallgeld möglich, denn das blieb über Jahrhunderte erhalten und so hat es dann auch gigantische Projekte ermöglicht und eine sich rasch entfaltende Arbeitsteilung. Rom baute Aquädukte, Straßen, Therme, Städte. Spätere Generationen Dome, Klöster, Prunk und Protz. Ohne die Möglichkeit, Überschüsse über längere Zeiträume zu bilden, wäre dies alles nicht möglich gewesen. Das Gold war die Krone der Währung, der Gipfel des Vorstellbaren. Doch in dem man ein Problem löste, schuf man das nächste, da man noch nicht verstand, wie Tauschmittel und Wirtschaft zusammenhängen.

Das Gold war fantastisch, denn es war teilbar, leicht zu transportieren, ewig haltbar und es war begrenzt.
Doch das war dann auch schon das Problem!


Die Unzulänglichkeiten des Goldgeldes

Genaugenommen waren es zwei Unzulänglichkeiten, die mit dem Gold sichtbar wurden. Die Haltbarkeit und die Unvermehrbarkeit. Überschüssiges Goldgeld wurde verliehen oder verschatzt. Es wurde umso schneller aus dem Verkehr gezogen – verschatzt -, als das Verleihen nicht mehr einträglich genug war. Ein paar Großprojekte waren erfolgreich zu Ende gebracht. Einige Erfindungen führten zu mehr und besseren Waren. Es erschienen mehr Waren auf dem Markt als sonst. Doch die Menge der ausgegebenen Münzen war noch die gleiche. Sie war abhängig von Goldfunden. Weil mehr Waren nun getauscht werden wollten, mit der kaum veränderten Menge an Geldmitteln, begannen die Preise je Ware daraufhin zu sinken. Ein allgemeiner Preisverfall ist das Ergebnis davon, dass die Produktion unverändert bleibt bzw. als Ergebnis der vorangegangenen Verbesserungen wächst, während die Menge der Geldmittel nicht an die Menge der Waren angepasst werden kann. Goldgeld kann nicht vermehrt werden. Entweder es sind weniger Geldmittel vorhanden im Verhältnis zur gewachsenen Warenmenge oder die Geldmittel werden vom Tausch zurückgehalten. Oder beides. Sinken die Preise – gleich ob ab einer bestimmten Menge an Waren zuwenig Goldgeld vorhanden war oder zuwenig Goldgeld ausgegeben wurde, so nimmt das Unheil seinen Lauf. Der Handel stockt.

Wer heute kauft, zahlt mehr als morgen. Wer morgen kauft, zahlt immer noch mehr als übermorgen, warum nicht gleich bis nächste Woche warten. Der Händler stellt als erster seine Arbeit ein. Er kauft nur noch für sich selbst. Nicht getauschte Waren bereiten den Produzenten echten Verdruss. Sie müssen gegen Diebstahl gesichert werden. Gegen Feuchtigkeit oder gegen Trockenheit, gegen Hitze oder gegen Kälte, gegen Ungeziefer oder gegen den Lauf der Mode. Selbst dafür braucht es Geld. Doch das sieht der Produzent nun immer seltener. Das vorhandene Geld wird langsamer und langsamer und einiges wird vergraben. Das spitzt den Verdruss der Produzenten weiter zu und sie werden für Preisverhandlungen noch gefügiger. Doch damit nimmt die Dramatik nur weiter zu. Schnellerer Preisverfall verstärkt diesen Kreislauf, den man getrost einen Teufelskreis nennen kann.

Das war der Moment, in dem weniger Geld umlief als benötigt wurde. Aus Angst vor der Zukunft, wurde das gute Gold nun buchstäblich gehortet. Der größte Teil, des sich im Kreislauf befindenden Goldgeldes wurde plötzlich unsichtbar. Vergraben, versteckt. Diese Praktiken konnten nicht im Ansatz vermieden werden. Auch konnten die Wirkungen nicht vermieden werden. Gold konnte nicht vermehrt bzw. hergestellt werden. Es konnte nur gefunden werden. Seine Haltbarkeit und seine Unvermehrbarkeit führten zu dem Problem. Goldfunde und die damit mögliche Vermehrung von Geldmitteln treiben die Produktion voran. Die Preise steigen und das freut den Händler und den Produzenten. Es wird viel und ausdauernd produziert. Das treibt auch die letzten vergraben Münzen aus den Verstecken, denn sonst sinkt ihr Wert gegenüber den Waren. Mit den steigenden Preisen und der damit wachsenden Produktion und Arbeitsteilung verbessern sich die Lebensumstände der Menschen.

Die Geburtenregelung wird von diesem Umstand maßgeblich beeinflusst. Es können mehr Menschen von den vorhandenen Möglichkeiten leben. Mehr Arbeitsteilung führte oft zu Bevölkerungswachstum. In Zeiten des Preisverfalles stehen sich die Menschen oft feindselig gegenüber. Mehr Menschen als vorher. Auch die Methoden an Gold zu gelangen, wenn es nur geraubt werden kann, sofern es nicht gefunden wird, verfeinerten sich mit der Arbeitsteilung. Auch diese Aktivität wurde wegen der beschriebenen Mängel immer weiterentwickelt. Der Krieg hat hier seine letzte Wurzel. Wer - unter diesen Umständen - leben wollte, musste bereit sein zu töten.

Wurde kein Gold gefunden, konnte man noch Länder überfallen, rauben und morden – und das im Namen des Reiches, des Staates. Um also in Rom die Backstuben am Laufen zu halten, musste Gold vorhanden sein. Wurde es nicht gefunden, konnte es noch gestohlen, konfisziert, beschlagnahmt werden. Man konnte auch die reichsten Römer totschlagen, für vogelfrei erklären, damit man an ihre Latifundien und an ihre Goldtruhen kam. Wurde auch gemacht. Doch alles half nicht, das Gold war nicht genug und so hatte die Wirtschaft eben Pech. Das Reich versank, die Arbeitsteilung zerfiel und in und um Rom lebten nur noch die Ziegen und ihre Hirten.

Über 1000 Jahre lang. Schon vorher waren große Kulturen an ihrem Geld gescheitert. Am Goldgeld. Es dauerte Jahrhunderte, bis man auf das Papiergeld kam. Nun hätte man den Fehler korrigieren können. Doch keiner kannte den Fehler, keiner verstand, wie Inflation und Deflation zustande kommen: Die Währungskrisen. Denn Wirtschaftskrisen sind ausschließlich nur Währungskrisen! Es sei denn, es wächst absolut nirgendwo mehr etwas. Dann brauchen wir aber auch kein Tauschmittel mehr.

Auch das Papiergeld ist den Waren überlegen und erzwingt Rendite

Das Papiergeld hatte also den Kriegstreiber Gold etwas gezähmt, denn Papier kann man drucken. Man muss es nicht finden oder andere Völker dafür überfallen. Doch die Haltbarkeit des Geldes und damit seine Überlegenheit über alle Waren treffen auch auf das Papiergeld zu. Damit entsteht der Zins, wie oben ausgeführt. Weil Geld eben den Vorteil gegenüber den Waren hat, will und muss es auch den Vorteil realisieren. Keine Investition, wenn nicht ordentliche Rendite heraus springt. Niemand verleiht sein Geld, wenn das Geld nicht mehr Geld bringt. Dann bleibt es lieber im Tresor. Geld wird vom Geldbesitzer nur heraus- und in den Kreislauf gegeben, wenn mindestens 2 bis 3 % Zinsen dabei heraus springen. Darunter bleibt es lieber im Safe. Oder es macht eben Geschäfte, wo es noch Geschäfte machen kann. In China zum Beispiel. Irgendwann ist man aber mal durch mit der Welt und es wird nirgendwo mehr richtig Rendite gemacht. An dem Punkt sind wir inzwischen angekommen.

Nur noch Atomkraftwerke für China und Drohnen für Pakistan bringen richtig was. Oder Drogen aus Pakistan.

Wir reden von Volkswirtschaften, von der Weltwirtschaft. Wird kein Geld in den Kreislauf gegeben, dann nimmt die umlaufende Geldmenge gegenüber den Waren ab. In der Spekulation oder in der Zurückhaltung (hohe Girokonten, zu Hause, ganz kurzfristige Anlagen) gibt es Geld en masse. Doch es stellt sich der Wirtschaft nicht langfristig zur Verfügung. Wie gesagt: weniger Nachfrage in den Händen der Verbrauchern, weniger Produktion. Die Deflationsspirale beginnt, sich nach unten zu drehen.

Geld in seiner Unvergänglichkeit bringt quasi die deflationäre Tendenz mit auf die Welt. Es wird nun einiges durch die Banken abgefedert, die Kredite, über Kredite und noch mehr Kredite ausreichen. „Nehmen Sie unsere Kohle, Sicherheiten interessieren uns nicht!“ Die Unternehmen waren schon verschuldet, für die gab es schon keine Kredite mehr. Also werden Privatleute mit Krediten versorgt, damit sie ordentlich Nachfrage halten können und die Unternehmen über den Umsatz an weiteres Geld kommen. Bei den Privaten geht dieses Treiben aber auch nur eine begrenzte Zeit. Wenn Sicherheiten (Grundstücke, Immobilien, Lebensversicherungen, Aktienpakete) schon das zweite und dritte Mal für den Kredit herhalten müssen, dann beginnt der Banker Schlimmes zu ahnen: die Blase könnte platzen. Wenn es dann zu wenig kreditwürdige Kreditnehmer unter den Privatleuten gibt, muss der Staat ran.

Der Staat macht in unserem Namen Schulden, nimmt bei JP Morgan Kredite auf und zahlt dafür 10 %. Der Staat ist der allerbeste Schuldner. Dabei ist es natürlich nur eine Frage der Zeit, bis der Staat anfangen muss, die Notenpresse anzuschmeißen, bevor es gar kein umwanderndes Tauschmittel mehr gibt. Und ab da ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sich die Deflation in eine Inflation wandelt und von dort aus in die Hyperinflation übergeht. Alles eine Frage von Wochen. Und keiner kann sagen, wann es tatsächlich soweit sein wird. Es könnte jederzeit passieren. Denn schon jetzt gibt es in Deutschland dreimal soviel Geld und Ansprüche auf Geld wie das Sozialprodukt eines ganzen Jahres! Der Euro ist also schon erledigt. Er ist der totgeweihte Krebspatient, der halt noch nicht beim Arzt war. Solange kann man denken, dass mit ihm alles in Ordnung ist. Nur ein bisschen Magengrummeln, das sich wieder gibt. Doch irgendwann wird jede Wahrheit diagnostiziert.

Das ausgegebene Geld ist nicht bei der Masse von Rentnern, Kindern, Arbeitslosen, Niedriglohn-empfänger, Mittelstandsunternehmen zu finden. Die sind ihr Geld schon los. Nein, es befindet sich auf einigen wenigen Konten, auf denen es sich zwangsläufig sammeln muss. Denn wie gesagt: Der Zins ist eine Exponentialfunktion. Mit den zwangsläufig erfolgenden Geldaufhäufungen an wenigen Stellen, können jene, welche die Besitzer dieser Anhäufungen sind, nicht wirklich etwas anfangen. Wenn alle Wasserhähne aus Gold sind, 10 Autos vor der Tür stehen, man vor lauter Urlaubmachen keinen festen Wohnsitz mehr hat und ein Dutzend Projekte in Afrika mit Spenden überhäuft, dann geht so manchem Geldbesitzer die Fantasie aus, was er noch mit seinem Geld machen könnte.

Denn Unternehmer ist er nicht unbedingt. Eine tolle Geschäftsidee hat er auch nicht. Also macht er einfach nur mehr Geld mit seinem Geld. Das was er mehr bekommt an Zinsen, muss allerdings erarbeitet werden. In einer Wirtschaft, in der die Teilnehmer unterhalb seiner Kreditlinien nicht mehr an Kredit heran kommen, keine neuen Unternehmen mehr starten, die alten nicht mehr in Schuss halten können, im Kreislauf immer weniger Geld umläuft, die Nachfrage sinkt, die Kaufkraft sinkt, die Produktionen heruntergefahren und zum Teil ganz eingestellt werden müssen. In einer Wirtschaft, die zusammenbricht.

Die Frage ist: „Wie lange kann die Welt den Gürtel enger schnallen?“ Wir spielen derzeit Monopoly. Aber in der Wirklichkeit! Und in der Wirklichkeit kann nun mal nicht „am Ende einer Alles haben“, so wie im Spiel. Vorher werden die sozialen Spannungen so groß, dass sie zu gewaltsamen „Umverteilungen“ zwingen. Doch solange die Ursache des Problems nicht erkannt und in Ordnung gebracht wird, spielen wir weiter „Monopoly“ und die „Reise nach Jerusalem“. Solange die Wirklichkeit eben mitmacht.

Also: zuviel Geld gegenüber dem Warenangebot macht eine Inflation. Zuwenig Geld gegenüber dem Warenangebot macht die noch schlimmere Deflation. Zur Deflation, also dem sich aus dem Kreislauf ziehenden Geld ist noch Folgendes zu sagen: Die Unternehmen bekommen plötzlich keine Kredite mehr, weil die Banken untereinander sich keine Kredite mehr gewähren (alle wissen um die faulen Kredite in den eigenen Büchern und argwöhnen, dass es bei den anderen Banken wohl nicht besser aussehen wird… womit sie natürlich recht haben). Nur noch gegen höchste Sicherheiten werden neue Kredite ausgereicht. Die Kreditklemme ist da.

Die Unternehmen werden nicht mehr mit genügend Krediten versorgt und müssen versuchen, über den Umsatz an Geld zu kommen. Das machen sie, in dem sie die Preise senken. Wie das weitergeht ist leicht vorstellbar. Andere Unternehmen der gleichen Branche kommen auch auf die Idee und ziehen nach. (Mit „Geiz ist geil“ hat man hier einige Jahre geworben, bis sogar den Werbern aufgefallen ist, dass der Geiz alles andere als geil ist.) Bald müssen auch andere Sparten nachziehen. Das ist der Ruin der Händler und Produzenten, soviel ist sicher.

Das kann nicht die Lösung sein.

(Erstveröffentlichung am 14. Mai 2009)


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