Für Menschen, die sich mit der Thematik unseres Geldsystems noch gar nicht befasst haben, empfehlen wir als anschaulichen Einsieg den Spielfilm über das "Wunder von Wörgl", der HIER auf YouTube betrachtet werden kann. Dieser Versuch, Freigeld einzuführen, war in den Jahren 1932/33 so erfolgreich, dass er von den Behörden schon nach kurzer Zeit verboten wurde!

3 Fragen - 3 Faktoren - 9 Antworten

Auf dem Flyer "Wir steuern auf eine Wirtschaftskrise von nie dagewesenem Ausmaß zu" (Ansicht und Downloadmöglichkeit am Ende dieser Seite), stellen wir einige Fragen, die sich zwar kurz und präzise beantworten lassen , allerdings nicht auf einem Flyer im Format Din A5! Aus diesem Grund liefern wir hier die Antworten auf die Fragen zu den 3 Faktoren:

1. Ein Geld, das zinsfrei funktioniert

Warum erhöht ein Geld ohne Zinsen den Wohlstand und die Lebensqualität für alle?

Stell dir vor, es gibt Kredit und keiner nimmt Zins!

Den Zins gibt es, weil unser unvergängliches Geld sich nicht ohne Belohnung den wegen ihrer Vergänglicheit schlechter gestellten Waren zum Tausch hingibt. Das geschieht im (Groß-) Handel und im Kreditgeschäft. Dabei sollen Geld und Waren, allen mehr oder weniger bekannten volkswirtschaftlichen Schriften zufolge, Äquivalente sein. Doch welche Unternehmen konnten je ihre Steuern in Waren begleichen, weil die Käufer wegblieben, oder die Einnahmen durch Preisverfall wegbrachen?

Es soll Monopole geben, welche, obwohl diese per Definition marktbeherrschend sind, gänzlich oder teilweise von Steuerzahlungen befreit sind.  Ein Ausdruck der Macht des Geldes? Gewiss.

Geld kann seiner stofflichen und strukturellen Vorteile wegen, den Kreislauf des Wirtschaftens nachhaltig behindern oder unterbrechen,  bis die Gefügigkeit der einfachen Produzenten in Form von Nachlässen oder Abgaben - die uns geläufigen Zinsen - (wieder) hergestellt ist. Die fehlende Vergänglichkeit des Geldes ist das Problem, nicht die Vergänglichkeit der Waren oder die ihrer Erzeuger. Vergänglichkeit ist Natürlichkeit.  Unser Geld ist  unnatürlich, gottgleich, unsterblich. Noch.

Unvergänglichkeit im Geldstoff in Verbindung mit einer Monopolstellung  des Geldes im Wirtschaftskreislauf, führt zu Zins und Umverteilung, zu relativer und absoluter Armut bei den Massen und zu einem unvorstellbaren Konzentration bei wenigen Vermögenden. 

Dies Konzentration ergibt sich durch die regelmäßige Verdoppelung der gegen Zins und Zinseszins "zur Verfügung gestellten Vermögen" in immer kürzeren Abständen. Der Vermögen derer, die genug hatten, deren dringende Bedürfnisse befriedigt sind.

Sinkt der Zins wegen allzu ungehemmter Produktion und einem damit erhöhten Kreditangebot, sind die Vermögen der Chefs unter den Geldsammlern schon groß genug, um das Gros der Produzenten der mit Teilen dieser Vermögen gekauften Staaten über die Steuerschiene abzuschöpfen. Rüstung und Militärausgaben werden über Steuereinnahmen finanziert. Immer größere Bereiche staatlicher Einflussnahme werden von Stiftungen abgeschöpft. Staatliche Ausgaben  in Bildung, Kultur und Gesundheit - also Steuereinnahmen der Produzenten - fließen in immer größeren Mengen diesen Institutionen zu, deren Nutznießer sich größtenteils zur Hochfinanz zählen dürfen.

Umverteilung führt erst zur Monopolbildung, weiter zu einer sichtbaren und immer schnelleren Vermögenskonzentration (u.a. über Stifungen). Aus dieser Vermögenskonzentration wird folgerichtig eine gigantische politische Machtkonzentration. Gelenkt über Medien und Regierungen führt dies zur Spaltung und Polarisierung in der Gesellschaft, zu Entsolidarisierung, Missgunst und Hass. Vor der Entwicklung der Atombombe wurde der - aus den benannten Gründen strukturell gewachsene - immer wieder drohende Bürgerkrieg damit umgangen, indem Völkerkriege angezettelt wurden. Die Atombombe macht diese Option zunichte. Nie war die Gefahr eines Welt-Bürgerkrieges größer als in der Gegenwart.

Die Umverteilung  zu stoppen, hat somit höchste Priorität. Aus dem Gesagten ergibt sich, dass der von der herrschenden volkswirtschaftlichen Lehre autoritär behauptete Gleichstand zwischen Geld und Ware nun auch Realität werden muss. Erst die Äquivalenz zwischen Geld und Waren sorgt für einen bedingungslosen Warenaustausch zu jeder Zeit. Absatzschwierigkeiten und Dominopleiten haben darin ebensowenig einen Platz wie sinnlose Überhitzungen und galoppierende Preissteigerungen. Das Beste: Die Arbeitserträge werden - diesmal wie von selbst - nicht mehr mit denen geteilt, welche kraft ihrer Vermögen bisher nicht arbeiten mussten, dafür über mehr Vermögen verfügen als alle Produzenten zusammen. Die Umverteilung läuft damit aus. Der volle Arbeitsertrag, ein lang gehegtes sozialistisches Ziel wird damit erreicht. Geld läuft dann bedingungslos um, wenn es mit einer geringen Gebühr an seinen Zweck - Tauschmittel zu sein - erinnert wird. Wer Bargeld nicht selbst benötigt, überlässt es als Ersparnis anderen, welche dann ihrerseits nach ein paar Wochen ihre Barbestände überprüfen und entweder kaufen oder weiterleiten.

Eine Umlaufsicherungsgebühr erscheint im ersten Anlauf wenig charmant. Ihre  Folgen sind es dafür umso mehr. Zinslose Kredite für alle.  Arbeitserträge, die vorher dem Phantasiereich angehörten, Vollbeschäftigung bei bedeutend geringerem Aufwand an Arbeitszeit für alle. Wie eine solche Gebühr gemanagt wird, wird noch erläutert. Doch der Reihe nach.

Nehmen wir an, Geldbesitzer würden - ganz ohne Verbot - das Privileg verlieren, Sondereinnahmen (wie den Zins) zu erzielen bzw. Bedingungen für den Verleih ihrer Vermögen zu stellen.  Vermögende, Geldbesitzer, Sparer würden ihre Vermögen/ Ersparnisse zinslos und ohne Vorbedingung dem langfristigen Geldverleih und damit dem geregelten Fortgang der Wirtschaft hingeben. Was würde geschehen?

1.    Verringerte Kapitalkosten führen zu vermehrtem Wettbewerb durch erhöhte Unternehmergewinne, welche, für den Konsum eingesetzt, direkt investiert oder als Ersparnis anderen für den Konsum oder Investition überlassen, allesamt in Produktionserweiterungen resultieren,

Warum landen diese "Ersparnisse an wegfallenden Zinsen" nicht in der Spekulation oder werden zum Ausbau einer Marktmacht (Monopolbildung) eingesetzt? Diese Frage wird an anderer Stelle beantwortet.

2.    Lohnsteigerungen bis hin zum vollen Arbeitsertrag
3.    Wegfall von leistungslosen Einkommen (Wesen der Ausbeutung)
4.    Drastisch gesteigertes Sparpotential bei den Produzenten
5.    Gründung von privaten Unternehmungen mit großer Aufmerksamkeit auf Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Soziales, die wirtschaftlich arbeiten können, derzeit aber nicht rentabel sind, und die oft unproduktiv mit hohen Steuern und oft mit fragwürdigen Zielen vom Staat, also von der Allgemeinheit ausgehalten werden.
6.    Natürlicher Rückzug des Staates aus dem Wirtschaftsleben, wenn z.B. staatliche Schulen wegen gesteigerter privater Konkurrenz, welche nun wirtschaftlich arbeiten kann, weniger nachgefragt wird, kann und wird der Staat sein Angebot weiter zurückfahren.
7.    Deutlicher Rückgang von Steuern als „bedingungslos geschuldete Abgaben“ also Zwangsabgaben. Dieser Rückgang  ergibt sich aus einem natürlichen Rückzug des Staates aus Bereichen, die effektiver von "neuen" Privaten gemeistert werden. Damit fällt die Verantwortung  über die Verteilung der Arbeitserträge an diese Bereiche mehr und  mehr zurück an die Bürger. Wer nicht in Rüstung investieren will, muss das dann auch nicht machen. Wer  strunzgesund  ist und lebt, wird weniger seiner Einnahmen für den Gesundheitsschutz aufbringen, dafür eventuell mehr für die Förderung der Wissenschaften ausgeben. Eltern von Kindern werden mehr für Bildung und Erziehung ausgeben und damit einen Einfluss auf diese Bereiche nehmen.

8.   Am wichtigsten: deutlich höherer Lohn bei nahezu Vollbeschäftigung oder weniger Aufwand bei gleichem Lohn.
9.    Gesellschaftlich verringerter Aufwand für die Befriedigung wirklicher Bedürfnisse.
10.    Verringerter Aufwand für die Beseitigung der Folgen von Arbeitslosigkeit, Vereinsamung, Isolation bei gleichzeitig verbessertem therapeutischem Angebot (s.5./6.)
11.    Nachlassender Druck auf zinsentlastende Bereiche wie Rüstung und Militär.
12.    Lösung vermeintlicher Demografieprobleme (Altersvorsorge )



Wie trocknet zinsfreies Geld die Spekulation an den Finanzmärkten aus?

Unternehmen geben Aktien aus, weil sie sich Kapital für Investitionen beschaffen möchten. Dafür geben sie Anteile aus, was bedeutet, dass sie Teile der Macht über ihr Unternehmen an andere abgeben. Da es in der Freiwirtschaft immer leichter wird, Kredite ohne Kapitalkosten (Zinsen) zu erhalten, verschwinden die Gründe für die Unternehmen, sich Kapital über die Ausgabe von Aktien zu beschaffen. Der Aktienhandel muss dazu nicht verboten werden. Aktien können weiterhin erworben werden, verteuern sich jedoch im Zuge der Angebotsverringerung. Für die Unternehmen bedeutet dies:

Die gleiche Anzahl an Aktien spült jetzt mehr Geld in die Investitionskassen. Dieses Mehr entspricht den verringerten Kosten bei einer direkten Kreditbeschaffung. Wird das Geld direkt über Kredit beschafft bleibt ein Mehr, durch den Wegfall des Kostenfaktors Zins.

Billige Kredite konkurrieren mit teuren Aktien. Besorgen sich Unternehmen Geld über Aktien, so werden diese im Erwerb teurer - und damit unattraktiver für die Käufer. 

Dies gilt auch für den Handel mit Derivaten, da weder auf steigende noch auf fallende Preise viel gewettet werden wird. Denn jede Wette braucht einen Gegner. Wenn alle auf das gleiche Ergebnis wetten, verliert das Spiel seinen Reiz. Und wofür noch wetten, wenn die Ergebnisse planbar sind und reale Investitionen die Risiken besser abfedern als Wetten?

Wetten, dass die Preise stabil bleiben, wenn der Umlauf des Geldes so gesichert ist, dass Ersparnisse auch dann ohne Bedingungen, also auch ohne Zinsen für Investitionen bereitstehen?

2. Eine Währung, die stabil gehalten werden kann

Welche Vorteile hat eine Währung ohne Inflation und Deflation für die Menschen?

Inflation und Deflation führen beide zur Enteignung der Bürger. Inflation enteignet die Sparer durch Kaufkraftverlust und neutralisiert (mindert) Lohnerhöhungen. Deflation enteignet einerseits die Produzenten von Waren durch Umsatzverluste und platzende Produzentenkredite, andererseits aber auch die Angestellten durch (Massen-) Arbeitslosigkeit und dadurch platzende Konsum- und Immobilienkredite. Stabile Preise sorgen für eine krisenfreie Wirtschaft. Es gibt keine relevanten Absatzkrisen, wenn sich die Produzenten auf eine kaufkräftige Nachfrage verlassen können. Das heißt, sie müssen weniger in teure Werbekampagnen stecken oder sich gegen unterschiedliche Preisentwicklungen durch Derivate-Wetten absichern. Der Planungsaufwand wird durch die Sicherheit des Absatzes ebenfalls merklich verringert. Mehr Freizeit oder mehr Lohn werden die Folge sein.

Warum ist eine stabile Währung Voraussetzung für eine funktionierende Markt- und Volkswirtschaft?

Die fortwährenden Preisschwankungen bei instabiler Währung führen immer wieder zu massiven Verwerfungen. Die Schwankungen werden jeweils verstärkt durch Kaufzurückhaltungen bei Preisrückgang  ('wenn ich warte bekomme ich die Ware nächste Woche noch günstiger') bzw. durch Spekulationen bei erwarteter Preissteigerung,  

Bei fallenden Preisen gehen Betriebe bankrott, weil sie ihre Kosten nicht mehr decken können, weil eine Preis- und Kostenentwicklung über einen Zeitraum, in dem feste Kreditverträge zu erfüllen sind, niemals exakt vorhergesehen werden kann. 

Die gewachsenen technischen Möglichkeiten führen unter diesen Umständen, in denen immer wieder auf fallende oder steigende Preise gewettet wird, zu einer Steigerung der organisierten Kriminalität. Konzerne profitieren von diesen Schwankungen. Immer.

Bei Preisverfall kaufen Monopole in Not geratene Unternehmen günstig auf und vergrößern ihre Marktmacht gegenüber den anderen.

Bei steigenden Preisen profitieren die Monopole ebenso , weil sie als Kreditgeber im Hintergrund an den Inflationsaufschlägen verdienen, welche die Kreditnehmer dann zahlen, wenn sie bei Preissteigerungen mit Produktionsausweitung überhaupt dabei sein wollen.

Die Preissteigerungen gehen jedoch an die Geldgeber. Also über die Banken an die geldgebenden Monopole. Schwankende Preise stärken die Monopole und internationalen Konzerne immer auf Kosten des Mittelstandes und der abhängig Beschäftigten.

Mit diesen Mitteln ausgestattet lassen sie keine Gelegenheit ungenutzt ihre Interessen über die Gesetzgebung in die gleiche Richtung zu vertreten.

Stabile Preise bilden ein Schutzschild für alle Unternehmen, die mit Innovationen und fleißiger Produktion ihr Geld verdienen. Eine stabile Währung verringert die Risiken aller Marktteilnehmer, sodass die großen nicht dazu beitragen können, die „Kleineren zu schlucken“ selbst wenn sie es wollen,

Die stabile Währung reduziert die Produktionskosten, sichert die Löhne, die Ersparnisse und über den fairen Wettbewerb auch die gerechte Höhe der Löhne sowie die Qualität und Nachhaltigkeit der Produkte.

3. Grund und Boden, Ressourcen und Wasser gehören der gesamten Bevölkerung eines Landes

Weshalb wird durch eine Bodenreform das Wohnen für alle erschwinglich?

Je mehr Menschen um ein Stück Natur, welches der Menschheit kostenfrei zur Verfügung steht, konkurrieren, umso höher steigt der Preis dafür. Beim Boden führt dies dazu, dass die "Bodenrente" eine Quelle leistungslosen Einkommens wird, sobald es eine Möglichkeit für privaten Bodenbesitz gibt. Deshalb hat sich im Verlauf der Zeit ein Bodenoligopol gebildet (Bodenbesitz in relativ wenigen Händen), welches mit Land und Wohnraum spekuliert. In der Freiwirtschaft fehlt diese Möglichkeit zur Spekulation, da das Land dem Staat gehört und lediglich verpachtet wird. Wer unter diesen Bedingungen ein Eigenheim bauen oder kaufen möchte, braucht kein Kapital für das Grundstück aufzuwenden und kann das zu errichtende Gebäude zudem mit billigen Krediten bauen/kaufen. Praktisch jeder kann durch billige Kredite ein Mehrfamilienhaus auf gepachteten Grund erbauen. Dadurch steigt die Konkurrenz auf dem Mietmarkt und die Mieten sinken.

Wie kommt der Boden ohne Enteignungen in kommunalen Besitz?

Eine Bodenreform darf niemanden schädigen, da dies ansonsten ein unüberwindbares Hindernis für eine Bodenreform auf demokratischem Wege wäre. Deshalb stellt der Staat durch eine zu schaffende Institution (Bodenverwaltung) den Verkehrswert aller Grundstücke zu einem definierten Zeitpunkt fest. Ab diesem Moment haben die Kommunen bei Verkauf von Boden ein Vorkaufsrecht, welches sie in der Regel auch nutzen. Für den Verkaufspreis erhalten die Bodeneigentümer Staatsschuldscheine, deren Verzinsung dem jeweils aktuellen Kapitalmarktzins entspricht. Die Finanzierungskosten des Staates sind durch die kontinuierlich fließende Bodenrente (Pacht) gedeckt. Die Grundstücke gehen an denjenigen, der die höchste Bodennutzungsgebühr (Pacht) bietet, jedoch erhalten die bisherigen Besitzer ein Vorpachtrecht, so dass sie nicht von ihrem Land vertrieben werden können. Der gesamte, durch Kommunen/Staat aufgekaufte Boden ist irgendwann abbezahlt. Danach fließt jedoch die Pacht weiter und garantiert den Kommunen kontinuierliche Einnahmen, was viele heutige Steuern überflüssig macht.

Wie profitieren Natur und Umwelt davon?

Angemessene und stabile Löhne wirken sich sofort auf die Ausweitung der Produktion und auf die Qualität der Produkte aus. Überschüssiges Geld drängt natürlicherweise in den Kauf hochwertiger Produkte und erzwingt dadurch deren Herstellung. Dieser Druck wirkt sich positiv auf den sparsamen Einsatz von Ressourcen und damit auf unsere natürlichen Lebensgrundlagen aus. Die zinsbedingte Fehlentwicklung einer „Wegwerfgesellschaft“ wird durch eine „Gesellschaft der Langlebigkeit“ ersetzt.

Warum funktioniert nur die Kombination aller drei Faktoren gemeinsam?

Währungs-, Geld- und Bodenreform gehören zusammen, da isolierte Maßnahmen keinen Erfolg versprechen können, weil

  • die isolierte Geldreform eine schädliche Bodenpreissteigerung nach sich ziehen würde
  • die isolierte Bodenreform nicht zu den (organischen) Zinssenkungen führen würde, die erforderlich sind, um den gesamten Boden durch den Staat zum vollen Wert zu kaufen
  • erst die Währungsreform zu einem stabilen Geldsystem ohne Inflation und Deflation führt und nur dadurch der Zins organisch gegen Null fallen kann

Auch unter einem anderen Aspekt ist eine feste Währung bei der Bodenreform wichtig: Es wäre nicht gerecht, den Grundeigentümern für ihren Boden Staatsanleihen mit schwankender Kaufkraft und damit dem Risiko einer Geldentwertung zuzumuten!

Was hat das alles mit Freiheit zu tun?

Wenn sich die Menschen von der Vorstellung lösen, dass Sie den Besitzenden etwas schulden, weil sie nichts oder deutlich weniger besitzen, dann geben sie sich selbst eine Freiheit, die sie in der Geschichte der Menschheit nie besaßen.

Es gibt einen dritten Weg, der sowohl den globalen, neoliberalen Kapitalismus als auch den staatskapitalistisch organisierten Sozialismus hinter sich lässt.
Die Überwindung der historischen Oligopole von Kapital und Boden sowie eine stabile Währung bedeuten gleichzeitig die innerstaatliche Überwindung der Bedrohung durch den Totalitarismus.

Jeder Staat für sich besitzt die Möglichkeit, den unter der unerhörten Spannung der sozialen Frage erzitternden Boden des Neoliberalismus zu jeder beliebigen Stunde zu verlassen und den Ausweg in die Freiheit, in die allein entscheidende wirtschaftliche Freiheit, zu beschreiten und damit die uralte soziale Frage zu lösen!

Eine Wettbewerbsordnung der vorgeschlagenen Art verwirklicht daher auch das Ideal der Demokratie. Demokratie setzt Gleichberechtigung voraus, die es innerhalb der herkömmlichen monopolistischen Wirtschaft nicht geben kann. Unter der Herrschaft von Vorrechten wird die Demokratie zur Lüge, zu einem Zerrbild.

Keine Verfassung bietet Schutz vor dem drohenden Totalitarismus, wenn sie nicht die wirtschaftliche Freiheit, das uneingeschränkte Recht zur Beteiligung am Wettbewerb, verwirklicht. In einer freien Wettbewerbsordnung wird der Reichtum der Wenigen durch den Wohlstand der Vielen abgelöst. Unermesslicher Reichtum und strukturelle Armut werden dann beide der Vergangenheit angehören.

Mit der
Lösung der sozialen Frage wird sich das Wesen des Staates und mit ihm auch das der Politik grundlegend ändern. Die Politik wird aufhören, nach außen die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln und nach innen ein Klassenkampf zu sein! Die letzte Politik dieser Art wird mit dem letzten Monopol verschwinden.

Der Flyer (zum Download)